Skyline versus Erholungsgebiet

Dort wo einst eine Müllhalde und eine Armensiedlung waren, ist in den letzten Jahren die "Skyline von Wien" entstanden.

Zwischen “Skyline” U – Bahn und Autos, liegt die Alte Donau. Früher war sie es, die einem ins Auge stach, wenn man über die Donau in den 22. Bezirk fuhr. Heutzutage richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Hochhäuser der Donaucity.

Früher war das alles anders”, meinen Herr Karl und Herr Franz, die fast jeden Tag an der Alten Donau, beim sogenannten Mühlschüttel fischen. Das Erholungsgebiet, das die Alte Donau einmal war, ist es längst nicht mehr. 

Einerseits werden wichtige Zufahrtsstraßen gesperrt, wodurch die Anrainer schlechter in die Infrastruktur einbezogen sind, andererseits werden die Ufer der kleinen Stadtoase zugebaut. Lange ist es her, dass die Fischertage von Herrn Karl und Herrn Franz mit einem Ausblick in die Ferne gekrönt waren, wo sie nichts anderes gesehen haben als Bäume. Jetzt befürchten sie einen weiteren Bau eines Wolkenkratzers, der noch höher sein soll und ihre durch die Skyline sowieso schon weniger gewordenen Sonnenstunden noch mehr verringert.

Seit 50 Jahren kommt Herr Franz zum Fischen an die Alte Donau. “Die Fischer sind eine Gemeinschaft, die einzigen Naturschützer hier! Wir kennen uns alle.” meint er bekümmert, denn in den letzten Jahren hat er nicht nur Fische, sondern Einkaufswägen, Mistkübel, Bierdosen, etc. an der Angel gehabt. Die Alte Donau wird immer mehr zum großstädtischen Touristenschauplatz.

 

Petra Pfitzner

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