Ski-Herren bestreiten Weltcup-Comeback in Saalbach

Die letzten Damen-Rennen auf Weltcup-Ebene gingen 2002 in Szene, die Herren sind seit 1999 und dem ÖSV-Dreifachsieg im Riesentorlauf durch Christian Mayer, Hermann Maier und Benjamin Raich nicht mehr auf dem Zwölferkogel gefahren. Mit der Abfahrt am Samstag und dem Super-G am Sonntag kehrt Saalbach in den Weltcupzirkus zurück. Es sind die ersten Rennen nach der WM und es ist die Zeit der Revanche.


Der WM-Ort von 1991 ist für die Speed-Asse bereit, FIS-Renndirektor Hannes Trinkl hatte bereits Ende Jänner einen ersten Lokalaugenschein vorgenommen und sich angetan gezeigt. “Die Strecke hat einen eigenen Charakter, den wir sonst nirgends im Weltcup haben”, meinte der Oberösterreicher. Zahlreiche Rennläufer haben vergangenen Donnerstag und Freitag auf der Strecke trainiert, darunter Lokalmatador Georg Streitberger, Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt, aber auch Klaus Kröll, Max Franz und der Norweger Kjetil Jansrud.

Auch Marcel Hirscher beehrt Saalbach, er hat den Super-G fest im Programm. “Die Woche gehört voll und ganz der Regeneration, die ich nach zwei intensiven Wochen, in denen ich fast jeden Tag auf Ski stand, dringend brauche. Sollte mein Körper sich schnell erholen, kann es gut sein, dass ich bereits am Samstag für den sonntäglichen Super-G in Saalbach trainiere – aber das entscheide ich erst in einigen Tagen”, teilte der Doppel-Weltmeister (Kombination, Team) und Silbermedaillengewinner (Riesentorlauf) von Vail/Beaver Creek in seinem Blog mit.

Hirscher hat im Gesamtweltcup 1.014 Punkte auf seinem Konto und damit 180 mehr als sein erster Verfolger Jansrud. Auf den Stationen in Saalbach, Garmisch-Partenkirchen, Kvitfjell, Kranjska Gora und Meribel stehen noch insgesamt vier Abfahrten, drei Super-G, drei Riesentorläufe und zwei Slaloms auf dem Programm. Wegen des leichten Speed-Übergangs wird Hirscher nach der Kombi-Abfahrt in Beaver Creek erneut die langen Latten anschnallen.

Jansrud, der sowohl Abfahrts- als auch Super-G-Wertung im Weltcup anführt, brennt nach den in seinen Spezialdisziplinen medaillenlos verlaufenen Welttitelkämpfen (dank Kombi-Silber ging er zumindest nicht leer aus) auf Revanche. “Das ist eine sehr selektive Abfahrt. Für richtige Männer”, posaunte der 29-jährige fünffache Saisonsieger (drei Abfahrten, zwei Super-G). Die Weltcupstrecke am Zwölferkogel ist in den vergangenen Tagen noch einmal komplett mit Wasser behandelt worden. Auch Österreichs Abfahrer wollen sich für das WM-Abschneiden rehabilitieren – Olympiasieger Matthias Mayer hatte als Zwölfter für die beste Platzierung gesorgt.

Nicht nur auf der Piste werden Olympiasieger und Weltmeister im Einsatz sein, auch auf der Tribüne werden zahlreiche Goldmedaillengewinner vergangener Zeiten sitzen. Mit Petra Kronberger und dem Schweizer Franz Heinzer sind die Abfahrts-Weltmeister von 1991 in Saalbach zu Gast, aber auch Annemarie Moser-Pröll, Hilde Gerg, Thomas Stangassinger, Fritz Strobl und Michael Walchhofer haben ihr Kommen zugesagt.

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