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Sigmund Freud Privatuni will expandieren

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Die in Wien-Landstraße beheimatete Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) Wien will expandieren. Neben neuen Studiengängen sind auch Zweigstellen in Linz und Salzburg in Planung.

In der Vorwoche hat der für die Genehmigung von Privatunis bzw. Studiengängen zuständige Akkreditierungsrat das Bakkalaureatstudium Psychologie sowie die Uni-Lehrgänge „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“, „Empirische Forschungsmethodik“ sowie „Verkehrspsychologie“ zugelassen. Für das nächste Jahr sind außerdem Magister-Studiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten wie klinische Psychologie, Medienpsychologie, Sportpsychologie oder Arbeits- und Wirtschaftspsychologie geplant, betonte Rektor Alfred Pritz bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Die SFU ist seit Juni 2005 akkreditiert und verfügt derzeit über rund 400 Studenten, 15 Professoren und 40 Lektoren. Gerechnet habe man im zweiten Jahr mit nur 100 Studenten, so Pritz. Neben den neuen gerade akkreditierten Studiengängen werden auch weiter ein Bakkalaureat- und ein Magisterstudium der Psychotherapiewissenschaft angeboten. Geplant ist auch ein Doktoratstudium – dieses wurde zuletzt vom Akkreditierungsrat auf Grund der derzeitigen personellen Ausstattung vorerst nicht akkreditiert. Weiters will die SFU Niederlassungen in Linz und Salzburg gründen sowie einen Lehrstuhl für Alterswissenschaft einrichten.

Ein Studium an der Privatuniversität kostet 800 Euro pro Monat. Zur Finanzierung wird ein Bildungskredit angeboten, durch den die Gebühren erst später überwiesen werden müssen. Die potenziellen Studenten müssen sich einem Auswahlverfahren unterziehen, das aus Gesprächen mit Rektor und Dekan sowie einem Tag in einer Selbsterfahrungsgruppe besteht.

Weitere Finanzmittel schöpft die SFU aus Forschungsprojekten. Gleichzeitig monierte Pritz das Finanzierungsverbot des Bundes für Privatunis. Dieses sei „nicht nachvollziehbar und hängt mit der Unterdotierung der großen Universitäten zusammen“. Die Privatunis würden ja nicht alles finanziert haben wollen – Studienrichtungen wie Psychotherapiewissenschaft würden aber an keiner staatlichen Uni angeboten.

Vor dem Start der SFU erfolgte die Psychotherapie-Ausbildung primär in Vereinen. Die staatlichen Unis bieten außerdem ein Propädeutikum an – auch dieses ist aber kostenpflichtig. An der SFU werden außerdem sämtliche Schulen (von der Psychoanalyse über die Verhaltenstherapie bis zur systemische Familientherapie) unterrichtet und eine systematische Zusammenschau angeboten.

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