"Show-Liga" bringt Tennis-Generationen nach Asien

Auch Altstar Sampras jagt wieder einen Pokal
Auch Altstar Sampras jagt wieder einen Pokal
Jahrelang hatten sich die Tennis-Stars über eine zu lange Saison beklagt. Doch nun hat der frühere Doppelspieler Mahesh Bhupathi einen Etat von 24 Millionen Dollar aufgetrieben und eine International Premier Tennis League ins Leben gerufen. Am Freitag startet die IPTL u.a. mit Roger Federer, Novak Djokovic, Serena Williams, Maria Scharapowa, aber auch Altstars wie Andre Agassi und Pete Sampras.


Manila Mavericks, Singapore Slammers, Micromax Indian Aces und UAE Royals Dubai. Mit diesen vier Mannschaften beginnt die “Show-Liga” – nur wenige Tage nach dem offiziellen Ende der Saison mit dem Davis-Cup-Finale.

Mit viel Innovation und üppigen Gagen will Bhupati den Tennissport auf dem lukrativen und ausbaufähigen asiatischen Markt etablieren. “Es ist ein revolutionäres Tennis-Event, das die Grenzen der traditionellen Formate aufbricht”, sagte Bhupati. Geplant sind vier Events an vier Standorten: vom 28. bis 30. November in der “Mall of Asia” in Manila, vom 2. bis 4. Dezember in Singapur, vom 6. bis 8. Dezember in Delhi im “Indira Gandhi Indoor Stadium” und vom 11. bis 13. Dezember im “Hamdan Sport Complex” von Dubai.

Jedes der vier Teams genießt drei Tage in Folge Heimrecht, um jeden Abend gegen eine der drei anderen Mannschaften anzutreten. Die beiden anderen Städte-Teams stehen sich ebenfalls gegenüber, womit die Fans pro Tag zwei Begegnungen sehen können. Pro Partie gibt es ein Herren- und ein Damen-Einzel, ein Herren-Doppel, ein Mixed und ein Duell der Altstars – je über einen Satz. Revolutionäre Regelmodifikationen wie “No Ad” (bei Einstand entscheidet sofort der nächste Punkt) oder ein Tiebreak (bis sieben) beim Stand von 5:5 sollen die Duelle attraktiver, schneller und unterhaltsamer machen.

“Es ist definitiv aufregend, dabei zu sein. Mir gefällt das Format”, sagte Olympiasieger Andy Murray, der sich kürzlich mit seiner Freundin Kim Sears verlobt hatte. “Mehr Fans für unseren Sport zu gewinnen, ist wichtig. Ich freue mich, dabei mithelfen zu können, Tennis an neuen Orten auf der Welt zu präsentieren.” Selbst der Chef der Spielerorganisation ATP stört sich nicht an dem skeptisch beäugten Experiment. “Ich bin da sehr entspannt. Es ist keine Tour oder Liga, sondern eine Serie von Showveranstaltungen. Sie schadet unserer Tour nicht, weil sie in der Saisonpause läuft”, sagte Chris Kermode dem “Tennismagazin” und betonte gelassen: “Ich sehe es als leichtes Entertainment.”

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