Sexueller Missbrauch: Neuer Prozess für Wiener Studentinnen-Mörder Philipp K. im Juni

Philipp K. macht auch in Haft nicht Halt davor, das Gesetz zu brachen.
Philipp K. macht auch in Haft nicht Halt davor, das Gesetz zu brachen. ©APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
Der Wiener Philipp K. muss am 12. Juni wieder vor Gericht. Der verurteilte Mörder soll sich in Haft an einer psychisch beeinträchtigten Person vergangen haben.
Wiener Mörder wieder vor Gericht
Mithäftling betrogen

Philipp K., der 2011 wegen Mordes an seiner Ex-Freundin – einer Wiener Studentin – zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, steht am 12. Juni in Krems erneut vor Gericht. Der Mann muss sich wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person verantworten, teilte das Landesgericht Krems am Freitag mit. Er soll sich an einem Mithäftling vergangen haben.

Philipp K. soll in Anstalt verlegt werden

Die Staatsanwaltschaft beantragte zudem eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch. Gerichtsangaben zufolge wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 27. März 2018 in der Justizanstalt Stein eine “infolge Substitolkonsums willenlose und schlafende” und somit “wehrlose Person” sexuell missbraucht zu haben. Das Opfer habe eine schwere Körperverletzung, “nämlich eine depressive Verstimmung in Form einer depressiven Anpassungsstörung”, davongetragen. Bereits im Februar hatte ein Sprecher des Landesgerichts Krems mitgeteilt, dass der Beschuldigte nach dem Vorfall in ein anderes Gefängnis verlegt wurde.

K. hat seine Ex-Freundin Stefanie P. in der Nacht auf den 2. Juli 2010 in seiner Wohnung in Wien-Hietzing erstochen und zerstückelt. Er wurde im Mai 2011 von einem Schwurgericht wegen Mordes und Störung der Totenruhe einstimmig zu lebenslanger Haft verurteilt und zudem in eine Anstalt eingewiesen. K. war in einer Sonderabteilung der Justizanstalt Stein untergebracht.

(APA/red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Sexueller Missbrauch: Neuer Prozess für Wiener Studentinnen-Mörder Philipp K. im Juni
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen