Sexismus-Vorwurf: SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage darf bleiben

Mit seinem sexistischen Posting bezüglich der neuen ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger sorgte SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage für Unmut.
Mit seinem sexistischen Posting bezüglich der neuen ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger sorgte SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage für Unmut. ©APA
Der Wiener SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage kam nach seinem sexistischen Posting in Bezug auf ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger mit einer Verwarnung davon.
Sexismus-Vorwurf gegen SPÖ-Bezirksrat

Der Wiener SPÖ-Bezirksrat Götz Schrage – der mit einem sexistischen Facebook-Posting für Aufregung sorgte – darf sein Mandat im Bezirksparlament von Neubau behalten und bleibt Parteimitglied. In einem langen Gespräch mit der Bezirkspartei am Montag wurde er verwarnt, bekam aber eine “zweite Chance”, weil er sich “einsichtig” zeigte und anbot, als Fotograf ein Frauenprojekt zu unterstützen.

Damit sei die Zusammenarbeit “auf eine neue Basis gestellt”, befand die Vorsitzende der SPÖ Neubau, Andrea Kuntzl, in einer Aussendung. In dem Gespräche habe man “ganz klar unsere Haltung unterstrichen, wonach ein politischer Mandatar eine besondere Verantwortung für seine öffentlichen Äußerungen trägt”. Schrage habe sich dieser Haltung angeschlossen und für sein umstrittenes Posting ausdrücklich nochmals entschuldigt. Deshalb bekomme er die Chance, sein soziales Engagement als Bezirksrat fortsetzen zu können. “Es ist eine Entscheidung mit Augenmaß, die wir uns nicht leicht gemacht haben, unsere Haltung bleibt klar”, meinte Kuntzl.

Götz Schrage: Sein Aufreger-Posting

Ursprünglich hatte die Bezirkspartei verlangt, dass Schrage zurücktritt – und ihm eine Frist bis Montagabend gesetzt. Der rote Bezirksmandatar hatte auf Facebook die neue ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger mit “jungen Damen der ÖVP Inneren Stadt aus den frühen 80er Jahren, die mit mir schliefen”, verglichen.

Nach einem Sturm der Entrüstung hatte er das Posting gelöscht und sich entschuldigt.

(APA, Red.)

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