Serbische Kriegsveteranen fordern Entschädigung

Forderungen serbischer Veteranen nach Auszahlung ausstehenden Soldes während der Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien (1991-1999) könnten das Staatsbudget des Landes sprengen.

Sollten alle Soldaten und in Unternehmen zwangsverpflichtete Serben Ansprüche stellen, müssten aus dem Budget bis zu eine Milliarde Euro gezahlt werden, berichtete die Belgrader Tageszeitung “Politika” am Dienstag unter Berufung auf eine Analyse für die Regierung.

Allein die verlangten Tagesgelder der rund 50.000 mobilisierten Reservisten des 3. Armeekorps im Kosovo-Krieg (1999) belaufen sich nach dieser Berechnung auf 168 Millionen Euro.

Am vergangenen Sonntag hatten rund 1.000 Veteranen in Süd-Serbien für ihr Anliegen demonstriert. Sie waren von der Polizei mit Gewalt auseinander getrieben worden. Diese ehemaligen Soldaten verlangen rund 40 Euro pro Tag für ihren Kriegseinsatz von durchschnittlich knapp 80 Tagen. Rund 440 Kriegsveteranen hatten ihre Ansprüche gegen den Staat bereits gerichtlich durchsetzen können. Sie erhalten umgerechnet gut 7.000 Euro pro Person.

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