Serbien bereitet Klage gegen Ukraine vor

Wegen des Gaslieferstopps bereitet der serbische Gasversorger Srbijagas nun eine Klage gegen Ukraine vor. Russland soll nicht angeklagt werden.

Für eine eventuelle Klage gegen Russland gibt es laut dem Srbijagas-Chef Dusan Bajatovic allerdings “keine juristischen und wirtschaftlichen Grundlagen”.  ”Es ist für uns kein politisches Problem, Russland zu klagen”, versicherte Bajatovic für den Sender B-92 am Donnerstag.

Die Klage gegen die Ukraine begründete Bajatovic damit, dass das für Serbien bestimmte Gas “bis vor wenigen Tagen an der ukrainisch-ungarischen Grenze war. Die Ukraine hat dann die Ventile zugedreht”. Der Gaslieferstopp wäre für den russischen Gaslieferanten Jugorosgas “höhere Gewalt” und damit liege er nicht in der Verantwortung der russischen Firma, so Bajatovic.

Serbien bezieht seit letzter Woche täglich 4,7 Mio. Kubikmeter Gas aus Deutschland und Ungarn. Weitere Lieferungen konnte sich der Balkanstaat bis zum 20. Jänner sichern. Bajatovic zufolge sind derzeit Gespräche auch über die Lieferungen nach dem 20. Jänner im Gange. Die Ergebnisse sollen am Freitag vorliegen.

Dar serbische Stromversorger EPS (Elektroprivreda Srbije) hat unterdessen einen starken Anstieg des Stromverbrauchs gemeldet und angesichts der Überbelastung des Stromnetzes zu Sparmaßnahmen appelliert. Am Dienstag wurde nach Angaben von EPS mit 175,5 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom der bisherige Rekordverbrauch aller Zeiten erzielt.

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