Selenskyj: Konsequenzen für Russland nach Butscha gefordert

Selenskyj sprach vor dem UNO-Sicherheitsrat.
Selenskyj sprach vor dem UNO-Sicherheitsrat. ©AP Photo/John Minchill
Russland müsse für die Gräueltaten in dem Kiewer Vorort Butscha zur Rechenschaft gezogen werden, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat.
Massaker in Butscha bestätigt
Hunderte Tote bestattet
Russland weist Vorwürfe zurück

Die Vereinten Nationen müssten angesichts der russischen "Kriegsverbrechen" sofort handeln, sagte Selenskyj in einer per Video übertragenen Rede vor dem wichtigsten UNO-Gremium. "Rechenschaft muss unvermeidbar sein." Selenskyj brachte zudem einen möglichen Rauswurf Russlands aus dem Sicherheitsrat ins Spiel.

"Zivilisten aus Spaß mit Panzern zerquetscht"

Eine Option sei es, "Russland als Aggressor und Kriegsauslöser zu entfernen, damit es nicht länger Entscheidungen über seine eigene Aggression blockieren kann". Der ukrainische Präsident spielte damit auf das Vetorecht Russlands im UNO-Sicherheitsrat an. Ohne Reformen könnten die Vereinten Nationen "dichtgemacht" werden, so der ukrainische Präsident am Dienstag in der Videoschaltung.

Selenskyj schilderte mit drastischen Worten die Gräueltaten in Butscha, die er Russland zuschrieb. Menschen seien "in ihren Wohnungen, in ihren Häusern getötet" worden. "Zivilisten wurden einfach aus Spaß mit Panzern zerquetscht, als sie mitten auf der Straße in ihren Autos saßen." Selenskyj warf Russland in seiner Rede zudem vor, "Hunderttausende" Ukrainer nach Russland verschleppt zu haben.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Selenskyj: Konsequenzen für Russland nach Butscha gefordert
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen