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Südtiroler Innerhofer gewinnt in Bormio

©EPA
Christof Innerhofer hat am Sonntag überraschend die Ski-Weltcup-Abfahrt der Herren in Bormio gewonnen. Österreicher landen auf Platz zwei und drei.

Italiens Ski-Herren haben bereits den dritten Saisonsieg gefeiert. Nach den Erfolgen von Peter Fill in Lake Louise (Super-G) und Werner Heel in Gröden (Super-G) hat Christof Innerhofer am Sonntag sensationell den Abfahrts-Showdown in Bormio gewonnen. Der 24-jährige Südtiroler knallte gleich mit Startnummer 1 eine Zeit hin, an der sich alle nachfolgenden Piloten größtenteils deutlich die Zähne ausbissen.

Die ÖSV-Herren schnappten sich auf dem wilden Ritt über die berühmt-berüchtigte Stelvio-Piste durch den Steirer Klaus Kröll und den Salzburger Michael Walchhofer die Plätze zwei und drei. Bode Miller, der aufgrund seines Nicht-Erscheinens bei der Startnummernauslosung am Samstagabend strafversetzt wurde und als 45. Starter ins Rennen ging, wurde Vierter. Der norwegische Gesamt-Weltcup-Leader Aksel Lund Svindal wurde 17. und geht mit 51 Punkten Vorsprung auf den Tiroler Benjamin Raich, der auf die Bormio-Reise verzichtete, ins Jahr 2009. Im Abfahrts-Weltcup dürfen sich die ÖSV-Herren über eine Doppelführung freuen, Walchhofer führt zehn Zähler vor Kröll.

Der große Sieger von Bormio war aber Innerhofer, der bereits bei der Zieldurchfahrt die Faust geballt hatte. “Das war eine Traumfahrt, das habe ich gleich gewusst. Ich habe die Zähne zusammengebissen und 120 Prozent gegeben. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, und ein Heimsieg ist sogar noch schöner”, jubelte Innerhofer, der vergangene Woche in Gröden nicht über die Plätze 38 (Super G) und 47 (Abfahrt) hinausgekommen war.

Kröll war in Bormio als Zweiter bester Österreicher, den ersten Weltcup-Erfolg seiner Karriere verpasste der 28-Jährige um 0,32 Sekunden. “Ich wollte heute gewinnen. Und wenn man hier gewinnen will, dann muss man den Ski gnadenlos hinunterstoßen. Das habe ich nicht ganz geschafft, denn der Schlussteil war ein wenig zu vorsichtig”, bilanzierte Kröll trotz des neuerlichen Top-Resultats selbstkritisch.

Bis zur letzten Zwischenzeit war Kröll an Innerhofer drangewesen, im untersten Abschnitt reichte es aber nur zur 13. Zeit. Kröll nahm das Tempo etwas raus, da er in den Trainings den unteren Abschnitt nicht ideal erwischt hatte. Auch der Steirer war aber glücklich, heil im Ziel zu sein. “Es war extrem brutal. Ich war richtig froh, als ich die Ziellinie überquert hatte.”

Walchhofer, Bormio-Doppelsieger 2006, zog den Hut vor Sieger Innerhofer. “Er hat einen perfekten Lauf erwischt und allen gezeigt, was er in seinen Füßen drinnen hat. Innerhofer war heute nicht zu schlagen”, erklärte der Gröden-Gewinner, der auch von einer “extrem schweren Abfahrt” sprach und meinte: “Hier in Bormio muss man gnadenlos Skifahren.”

Hermann Maier wurde am Ort des ersten Abfahrtstriumphs seiner Karriere (29. Dezember 1997) von einem grippalen Infekt geschwächt. Am Samstagabend schlichen sich beim 36-Jährigen einmal mehr die typischen Grippe-Anzeichen in Hals und Nebenhöhlen ein, der Salzburger kämpfte sich dennoch die Piste hinunter und erbte als 27. immerhin noch vier Weltcup-Zähler. “Ich bin meinen Mann gestanden”, meinte Maier, bevor er rasch die Heimreise antrat. Der Doppel-Olympiasieger 1998 will sich nun auskurieren, die nächste Weltcup-Abfahrt steht am 17. Jänner in Wengen auf dem Programm.

Die Spannung in Bormio sehr lange am Leben gehalten hat Bode Miller. Der amtierende Gesamt-Weltcup-Sieger hatte wohl absichtlich die Nummernverlosung in Bormio geschwänzt, um die Strafe einer Start-Versetzung nach hinten zu erhalten. Hintergrund des Schachzugs war die Tatsache, dass die späteren Startnummern im Schlussteil mehr Sonne, also eine bessere Sicht hatten. Der Internationale Skiverband FIS will über weitere Strafen gegen Miller beraten.

  1. Christof Innerhofer   ITA  2:03,55 Min.
  2. Klaus Kröll           AUT  2:03,87     +0,32
  3. Michael Walchhofer    AUT  2:04,50     +0,95
  4. Bode Miller           USA  2:04,70     +1,15
  5. Didier Cuche          SUI  2:04,88     +1,33
  6. Erik Guay             CAN  2:04,93     +1,38
  7. Werner Heel           ITA  2:05,01     +1,46
  8. Daniel Albrecht       SUI  2:05,14     +1,59
  9. Christoph Gruber      AUT  2:05,18     +1,63
 10. Carlo Janka           SUI  2:05,20     +1,65
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