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Schweizer Kartellamt geht Zinsmanipulation nach

Zwölf Kreditinstitute unter Verdacht
Zwölf Kreditinstitute unter Verdacht ©BilderBox
Die Schweizer Wettbewebskommission (Weko) nimmt Hinweise auf Zinsmanipulationen durch Großbanken zum Anlass, Untersuchungen gegen Großbanken anzustellen. Unter den Verdächtigen befinden sich die UBS, die Credit Suisse und zehn ausländische Banken, wie die Deutsche Bank.

Referenzzinssätze manipuliert

“Absprachen am Kapitalmarkt sind viel schwieriger als beispielsweise am Zementmarkt, da alles transparenter ist. Auf der anderen Seite sind diese, sofern die Banken halbwegs clever sind, schwer nachzuweisen”, erklärt Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanz Zentrum gegenüber pressetext.

Der Vorwurf: Kartellabsprachen haben zu einer Manipulation der Referenzzinssätze Libor und für den Interbankenmarkt in Tokio (Tibor) geführt, heißt es. Dabei handelt es sich um die Konditionen, zu welchen die Banken einander Geld verleihen. Ähnliche Ermittlungen laufen auch in der EU, den USA und Japan.

Kreditwirtschaft trickst gerne

“Es lässt sich schon seit Jahren beobachten, dass die Kreditwirtschaft vor allem bei Notenzinsveränderungen gerne trickst, indem sie beispielsweise die Kreditzinsen langsamer senkt. Die Vorteile solcher Absprachen sind höhere Spannen und mehr Gewinne zu Lasten der Kundschaft”, meint Gerke.

Unter Verdacht stehen außerdem die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Citigroup, HSBC Holdings, JP Morgan Chase, Mizuho Financial Group, Rabobank Groep, Royal Bank of Scotland Group, Société Générale und Sumitomo Mitsui Banking Corporation.

USA versus Schweizer Banken

Aber nicht nur regional wird gegen die Schweizer Banken ermittelt. Auch die USA gehen immer härter gegen die Institute vor. So klagt die US-Justiz die älteste Schweizer Bank Wegelin aufgrund der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

“Fluchtgeld aus den USA war für die Schweiz immer schon attraktiv. Ob es sich um Steuerhinterziehung handelte, wurde nicht geprüft. Die Sanktionen von Seiten der USA werden aber immer härter, wie man im Fall UBS gesehen hat. Die Drohung mit Schließung der Filialen in den USA weist auf ein hohes Erpressungspotenzial hin”, so Gerke.

(pte)

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