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Schweiz setzt auch Nieder- und Oberösterreich auf Risikoliste

Auch Niederösterreich und Oberösterreich nun auf der Liste der Risikoländer der Schweiz.
Auch Niederösterreich und Oberösterreich nun auf der Liste der Risikoländer der Schweiz. ©pixabay.com (Symbolbild)
Die Schweiz hat nach Wien nun auch die Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.
Schweiz setzt Wien auf Risikoliste

Für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem der beiden Bundesländer aufgehalten haben, gilt ab kommenden Montag in der Schweiz eine Quarantänepflicht, wie das Schweizer Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Für Wien gelten dieselben Auflagen bereits seit 14. September.

Die Risikoliste der Schweiz im Detail

Neu auf der Schweizer Liste der Risikogebieten sind auch die europäischen Staaten Belgien, Dänemark, Irland, Island, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Ungarn, Großbritannien sowie die französische Region Bretagne und die italienische Region Ligurien. Eine Einreise aus den Risikogebieten muss den kantonalen Behörden gemeldet werden. Auch durch einen negativen Coronatest kann die zehntägige Quarantäne nicht vermieden oder verkürzt werden.

Ausnahme der Quarantänepflicht

Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Transitreisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben.

Als Risikogebiete gelten in der Schweiz Länder und Regionen, die in den vergangenen 14 Tagen mehr als 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner verzeichneten. Dieser Grenzwert wird auch von einigen Kantonen überschritten, darunter Waadt und Genf in der Westschweiz. Innerhalb des Landes gibt es aber keine Reisebeschränkungen.

Platz auf Schweizer Risikoliste für Stelzer "nicht nachvollziehbar"

"Unverständlich und auf Basis objektiver Zahlen absolut nicht nachvollziehbar" ist für den oberösterreichischen LH Thomas Stelzer (ÖVP) die Entscheidung der Schweiz, Oberösterreich - gemeinsam mit Niederösterreich - auf die Risikoliste zu setzen. "Ich weiß nicht, auf welcher Basis die Schweiz solche Entscheidungen trifft", die Corona-Lage im Bundesland sei stabil.

Aktuell gebe es in Oberösterreich 725 aktive Fälle, die 14-Tages-Fallzahl liege mit 65,18 deutlich unter dem Österreichschnitt von 99,46, argumentierte Stelzer. Zudem werde im Bundesland bei 81 Prozent der Betroffenen die Quelle der Infektion ausfindig gemacht, damit sei Oberösterreich "das Bundesland mit den meisten geklärten Corona-Fällen".

(APA/Red)

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