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Schweiz legte Sicherheitskonzept für die EURO 2008 vor

„Wir wollen alle im Juni 2008 Feste feiern, keine Festung bauen“: Unter dieses Motto hat Bundesrat Samuel Schmid das Nationale Sicherheitskonzept für die Fußballeuropameisterschaft EURO 2008 der Schweiz und Österreichs gestellt.

Zusammen mit Martin Jaeggi, Projektleiter Öffentliche Hand, Beat Hensler, Präsident der Polizeidirektorenkonferenz, und Inland-Nachrichtendienstchef Urs von Daeniken berichtete Schmid am Freitag in Bern über die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte. Die Strategie lautet „Sicherheit durch Kooperation“.

Nur wenn die Sicherheitskräfte der Austragungsorte Basel, Bern, Zürich und Genf, der Kantone und des Bundes durch „diskrete und dennoch wirksame“ Maßnahmen einen sicheren Rahmen spannten, könne der drittgrößte wiederkehrende Sportanlass weltweit zum unbeschwerten Fußballfest werden, hieß es bei der Pressekonferenz.

Im Juni 2008 werden über Wochen Angehörige der Polizeikorps, des Grenzwachtkorps, der Armee, der Sanitäts- und Rettungsdienste sowie privater Sicherheitsdienste rund um die Uhr im Einsatz stehen. Das Sicherheitskonzept teilt ihnen die Verantwortlichkeiten zu und gibt ihnen gemeinsame Verhaltensrichtlinien.

Für die Umsetzung verantwortlich sind in erster Linie die Austragungsorte (Host Cities) und die Kantone. Der Bund unterstützt sie subsidiär. Das Parlament hat einen Einsatz von maximal 15.000 Armeeangehörigen im Assistenzdienst unter ziviler Führung bewilligt.

Der Bedarf an Unterstützung durch ausländische Polizeikräfte wird erst im Anschluss an die Auslosung der Endrunde im Dezember definiert. Der Schweizerische Fußballverband (SFV) und die EURO©08 SA als Ausrichter tragen die Verantwortung für die Sicherheit in den vier Stadien, in deren Umfeld und an den Teamstandorten.

Die Sicherheitskräfte der Schweiz sind auf eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern angewiesen. Zu diesem Zweck werden bis zum Start des Turniers Konferenzen mit den Anrainer-, Transit- und Teilnehmerstaaten der EURO 2008 durchgeführt. Die erste von dreien fand Ende vergangenen Jahres in Wien statt.

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