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Schummel-Sieg doch in Gefahr?

Michael Schumacher könnte seinen umstritten GP-Sieg von Spielberg nach einer Ferrari-Stallorder am grünen Tisch doch noch verlieren.

Nach Informationen des Fachmagazins “auto motor und sport” könnte ein juristischer Kunstgriff des Weltrates des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) Rubens Barrichello nachträglich zum Sieger des Großen Preises von Österreich machen. Mehrere Vertreter des 23 Mitglieder zählenden Gremiums sind angeblich dafür, bei ihrer Sitzung am 26. Juni in Paris dieses Formel-1-Rennens nach dem Stand der vorletzten Runde zu werten.

Die Zeitschrift und ihr Online-Dienst “auto.t-online.de” berufen sich auf FIA-Kreise. FIA-Präsident Max Mosley selbst befürworte eine solche Entscheidung. Schumachers Pressesprecherin wollte zu diesen Spekulationen keine Stellungnahme abgeben.

Barrichello hatte beim Großen Preis von Österreich am 12. Mai deutlich geführt, musste aber auf Anordnung seines Teams den zweitplatzierten Schumacher passieren und gewinnen lassen. Etwa 100 Meter vor dem Ziel ließ der Brasilianer seinen Teamkollegen vorbei. Teamorder ist nach den Formel-1-Regeln zulässig, allerdings sind deren Auslegung und Anwendung umstritten. Schumachers geschenkter Sieg auf Grund des Ferrari-Befehls hatte weltweit für Empörung gesorgt.

Der Weltrat hat am 26. Juni eine breite Urteilsmöglichkeit. Die Palette reicht von Freispruch über Geldstrafe bis hin zu Punkteabzug oder gar Disqualifikation.

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