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Schumachers Krankenakte gestohlen: Ermittler jagen "Kagemusha"

Die Klinik in Grenoble, aus der Schumis Krankenakte gestohlen worden sein soll.
Die Klinik in Grenoble, aus der Schumis Krankenakte gestohlen worden sein soll. ©EPA
Nachdem die Krankenakte von Michael Schumacher einigen Medienvertretern zum Kauf angeboten wurde, lautet die große Frage: Wo ist das Leck? In Frankreich wird ermittelt, die Klinik in Grenoble überprüfte ihr Datensystem.
Schumachers Karriere in Bildern

Fieberhaft suchen die Ermittler in Frankreich nach dem möglichen Leck. “Es gibt im Moment keine Gewissheit in dieser Affäre”, zitiert die Zeitung “La Dépêche du Midi” am Mittwoch den in Grenoble ermittelnden Staatsanwalt Jean-Yves Coquillat. Aus seiner Sicht ist es wahrscheinlich, “aber nicht erwiesen”, dass die Unterlagen aus Grenoble stammen.

Wer ist “Kagemusha”?

Die Akte soll unter dem Pseudonym “Kagemusha” verschiedenen Medien per Mail zum Kauf angeboten worden sein. Kostenpunkt: 60 000 Franken, also knapp 50 000 Euro. Der Name ist Titel eines japanischen Historien-Films mit dem Untertitel “Der Schatten des Kriegers” und wurde 1980 in Cannes ausgezeichnet. Der Name scheint also eher keinen Hinweis auf die Identität des Diebes zu geben.

Warnung vor Kauf der “Hehlerware”

Bei der Aufklärung hofft die Staatsanwaltschaft auch auf die Unterstützung eben jener Medien, denen die Unterlagen angeboten wurden. Zuvor hatte bereits Schumachers Managerin Sabine Kehm klar gemacht, dass Ankauf und Veröffentlichung solcher Unterlagen verboten seien. “Daten aus der Krankenakte sind höchst vertraulich”, hieß es in einer Mitteilung des Managements.

Schumi-Daten: Entwurf für einen Arztbrief

Bei den angeblichen gestohlenen Unterlagen soll es sich dem Vernehmen nach um den Entwurf für einen Arztbrief handeln. Die elf oder zwölf Seiten fassten die medizinische Entwicklung während der sechsmonatigen Behandlung Michael Schumachers zusammen, als dieser nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik von Grenoble im Koma lag.

Klinik überprüft IT-System

Das Krankenhaus in Grenoble hat Anzeige gestellt und das interne IT-System überprüft, ob Suchanfragen nach der Akte Schumachers oder Hacker-Angriffe von außen registriert wurden. Ohne Erfolg, wie eine Sprecherin bekannt gab. Demzufolge hatte nur eine begrenzte Anzahl an Personen Zugriff auf das Dokument, darüber hinaus wurde die Akte unter einem Pseudonym geführt.

Nach Angaben seiner Managerin ist Schumacher seit einer Woche nicht mehr im Koma. Der 45-Jährige befindet sich in Lausanne in einer Reha-Klinik. (red)

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