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Schulbeginn: Marek attackiert SP-Bildungspolitik

Wiens VP-Chefin Marek kann an der Bildngspolitik der SPÖ nichts Gutes finden.
Wiens VP-Chefin Marek kann an der Bildngspolitik der SPÖ nichts Gutes finden. ©APA
Wiens VP-Chefin Christine Marek hat rechtzeitig zum Schulbeginn kein gutes Haar an der Bildungspolitik der SPÖ gelassen. Sie fordert Leistungsgruppen an AHS und Hauptschulen sowie Vorschulklassen für Schüler mit Deutsch-Problemen.
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Kein gutes Haar hat die Wiener VP-Chefin und Familienstaatssekretärin Christine Marek bei einer Pressekonferenz zum Schulstart an der Bildungspolitik der SPÖ gelassen. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) agiere ausschließlich mit ideologischen Scheuklappen, ihre Bildungspolitik sei lediglich eine bunte Show aus Werbespots, millionenschweren Inseratkampagnen und leeren Worthülsen: “Damit passt Schmied perfekt zum Wiener Schmäh mit dem (SP-Bildungsstadtrat Christian) Oxonitsch und (SP-Bürgermeister Michael) Häupl Stadtpolitik machen, mit Schönfärben, Zupflastern und Wegschauen.” Bundeskanzler Werner Faymann (S) müsse sich die Frage stellen, ob Schmieds Politik noch tragbar sei, schloss Marek sich indirekt den Rücktrittsforderungen aus ihrer Partei an.

Keine Gesamtschule

Auch Schmieds Ziel einer gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen erteilte Marek eine Absage, stattdessen kam von ihr ein klares “Ja” zur Differenzierung und Individualisierung in Form von Leistungsgruppen in Gymnasien und Hauptschulen. In der Frage, ob die Kompetenzen für alle Lehrer künftig bei Bund oder Ländern liegen sollen, plädiere die Wiener ÖVP für einen “klaren Schnitt”: Für Grundsatzkompetenzen wie Dienstrecht und Budget solle der Bund, für organisatorische Fragen inklusive der Anstellung der Lehrer die Länder zuständig sein.

Verpflichtende Vorschulklassen

Für Wien forderte Marek einmal mehr verpflichtende Vorschulklassen für Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, um den Unterricht zu folgen. Jene rund 11.000 Schüler, die in Wien derzeit wegen Sprachproblemen als außerordentliche Schüler geführt werden, würden für die Deutschförderung permanent aus dem laufenden Unterricht herausgerissen und dadurch wesentliche Inhalte in den regulären Schulstunden verpassen.

Grüne Jerusalem fordert das Gegenteil

Die gegenteilige Forderung kam unterdessen von der Bildungssprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem. Jene schulreifen Schüler, die ausschließlich wegen schlechter Sprachkenntnisse die Vorschule besuchen würden, müssten sofort in der ersten Klasse Volksschule eingestuft werden. “Der Stadtschulrat verstößt wissentlich gegen das Schulunterrichtsgesetz, und zwar auf Geheiß von Stadtrat Oxonitsch. Auf Wunsch der FPÖ, die diese Maßnahme auf ihre Fahnen heftet, wird das Gesetz gebrochen und Kinder diskriminiert.” Im Stadtschulrat betont man, dass das Sprachniveau nur eines von mehreren Kriterien für Schulreife sei.Jetzt Facebook-Fan von Vienna.at werden!

 

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