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Schüsse in Wiener Innenstadt: Laut Medien Abrechnung von Mafia-Clans aus Kotor

Laut serbischen Medien soll es sich bei der Schießerei in Wien um einen Mafia-Krieg handeln.
Laut serbischen Medien soll es sich bei der Schießerei in Wien um einen Mafia-Krieg handeln. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Laut serbischen und montenegrinischen Medien soll es sich bei den Opfern der Schießerei in der Wiener Innenstadt um Angehörige einer Mafia-Gruppe aus der montenegrinischen Adria-Stadt Kotor handeln.
Ein Toter bei Schüssen in Wiener Innenstadt

Der “Krieg der Kotor-Mafia reicht bis nach Wien: Ein Toter und ein Verletzter”, titelte das Internetportal “Vijesti” am Freitagabend in einem Bericht.

Schießerei in Wiener Innenstadt: Abrechnung von Mafia-Clan?

Laut serbischen und montenegrinischen Medien handelt es sich bei den Opfern um zwei Angehörige eines Clans, der seinen Namen nach einem Stadtviertel von Kotor trägt. Der Clan führt bereits seit Jahren einen regelrechten Krieg mit einem weiteren Clan, der nach einer anderen Kotor-Siedlung benannt ist.

Der Tote war laut der Tageszeitung “Vijesti” im Vorjahr in Belgrad wegen Dokumentenfälschung zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Montenegro soll ihn wegen einem falschen Bombenalarm in einem Nachtklub per Haftbefehl gesucht haben. Er soll in Montenegro auch wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt worden sein.

Die Reihe von blutigen Abrechnungen zwischen den beiden Mafia-Gruppen aus Kotor, die in den letzten Jahren häufig in Belgrad ausgetragen wurden, soll ihren Ursprung in einem Drogenstreit haben.

Streit um Drogen

Wie serbische Medien Anfang des Jahres berichteten, soll einer der beiden Clans Ende 2014 rund 200 Kilo Kokain aus Südamerika in einer Wohnung in Valencia versteckt haben. Die Information darüber sei zu Mitgliedern des anderen Clans gekommen, die sich zum Kokain-Diebstahl entschlossen hätten. Kurz danach starteten die blutigen Abrechnungen, zuerst in Valencia, danach in Montenegro und Serbien.

Die Wiener Polizei hielt sich zu den Hintergründen der Tat zunächst sehr bedeckt. Eine Bestätigung oder ein Dementi gab es nicht.

(APA/Red)

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