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Schüler sollen Lehrer ab 2020/21 Feedback geben können

Im Schuljahr 2020/21 könnte das Feedback-Tool für Schüler starten.
Im Schuljahr 2020/21 könnte das Feedback-Tool für Schüler starten. ©APA/HANS PUNZ
Im Schuljahr 2020/21 könnte in Österreich ein verpflichtendes Schüler-Feedback für Lehrer eingeführt werden. In den letzten Wochen sorgte die App "Lernsieg" für Wirbel, auf der Lehrer mit Sternen bewertet werden können.
Lernsieg-App nach Hassnachrichten offline

In ihrem Regierungsprogramm hatte die letzte ÖVP-FPÖ-Koalition angekündigt, dass Lehrer künftig von Schülern, Kollegen, Direktoren und Eltern ein "360-Grad-Feedback" erhalten sollen. Die Vorarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, bei den Schülern ist das Bildungsressort aber bald startklar: Sie sollen ab dem Schuljahr 2020/21 Lehrern verpflichtend Feedback geben, schreibt die "Presse" am Freitag.

Voraussetzung für das Projekt ist freilich die Zustimmung der kommenden Regierung. Davon wird im Bildungsministerium allerdings ausgegangen, wie eine Sprecherin gegenüber der APA betont. Immerhin seien in der Vergangenheit alle Parteien dafür gewesen.

Online-Tool der Uni Grazund PH Steiermark

Für die Schülerrückmeldungen wurde vom Ministerium gemeinsam mit der Uni Graz und der Pädagogischen Hochschule (PH) Steiermark ein Online-Tool entwickelt. Die Ergebnisse sollen allerdings - anders als bei der jüngst präsentierten umstrittenen Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" - nicht öffentlich einsehbar sein. Nur der betreffende Lehrer soll die Rückmeldung erhalten. Die Pädagogen sollen laut Plan das Feedback regelmäßig verpflichtend von ihren Schülern einholen müssen, ein Mal pro Jahr ist laut Ministerium realistisch. Dieses soll dann auch Grundlage für Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche mit der Schulleitung sein.

Auch Eltern sollen Lehrern Rückmeldung geben

In Zukunft sollen dann auch Eltern den Lehrern Rückmeldung geben können, hier wird ebenfalls über ein Online-Tool nachgedacht. Die Bewertung von Lehrerkollegen soll wiederum auf der Beobachtung des Unterrichts basieren, für Schulleitung und Schulaufsichtsbeamte wird ebenfalls an einheitlichen Feedback-Instrumenten gearbeitet.

Gänzlich neu ist das freilich alles nicht: Schon jetzt gibt es unter www.sqa.at (Schulqualität Allgemeinbildung) und unter www.qibb.at (Qualitätsinitiative Berufsbildung) Online-Fragebögen, in denen Schüler die Unterrichtsgestaltung und den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen bewerten können. Auch für Feedback von Kollegen gibt es laut Ministerium bereits Tools, diese würden gerade evaluiert.

(APA/red)

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