Schrott sagte ihr Antreten bei Moskau-WM ab

Fitnesstest brachte Gewissheit
Fitnesstest brachte Gewissheit
Hürden-Sprinterin Beate Schrott hat am Montag ihr Antreten bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18. August) abgesagt. Ihre am 23. Juni bei der Team-EM in Kaunas/Litauen beim Aufwärmen erlittene Verletzung am rechten Oberschenkel ist noch nicht so abgeheilt, dass die EM-Vierte Mitte August das ursprünglich angestrebte WM-Finale erreichen könnte.


Ein am Montag absolvierter Fitnesstest brachte Gewissheit. Nach dem Check bei Physiotherapeut Freddy Siemes war klar, dass ein weiteres Zuwarten keinen Sinn machen würde.

“Ein Start bei der WM in Moskau macht nur Sinn, wenn ich vorher noch einige Meetings absolvieren hätte können”, erklärte Schrott. “Diese Hoffnung ist seit heute endgültig dahin.” Zuletzt hatte die 25-Jährige für die Universiade in Kasan und die Staatsmeisterschaften abgesagt.

Nun sei sie zwar soweit wieder von ihrer Blessur (Ablösung einer Muskelfaszie im Oberschenkel, dadurch Bildung eines Hämatoms) hergestellt und schmerzfrei. Aber das genüge nicht, um in Moskau konkurrenzfähig sein zu können. “Ein Start wäre unverantwortlich”, sagte die Niederösterreicherin.

Was der Olympia-Finalistin bleibt, ist das konsequente Hinarbeiten auf ihre Rückkehr auf die Wettkampfbühne. “Wir werden mit der gebotenen Geduld auf ein Comeback hinarbeiten”, erläuterte Trainer Philipp Unfried. “Alles andere wäre zu riskant. In der Hallensaison wird Beate wieder ganz in alter Stärke sein. Das traue ich mir zu versprechen.”

Neben Schrott wird auch Ivona Dadic nicht an den Titelkämpfen in der russischen Hauptstadt teilnehmen. Die Siebenkämpferin dürfte aufgrund des 2012 zweimal erbrachten internationalen Punktelimits dabei sein, nach Analyse der Leistungen von Platz fünf bei der U23-EM Mitte Juli in Tampere hat in Sheffield ihr Trainer Toni Minichiello aber gegen ein Antreten entschieden.

Das internationale WM-Limit im Marathon hatten Günther Weidlinger und Andrea Mayr erfüllt. Weidlinger konzentriert sich aber auf den Frankfurt-Marathon im Herbst, Mayr auf den Berglauf. Der WM-Nennschluss ist am Montag. Damit werden im österreichischen WM-Aufgebot nur 1.500-m-Läufer Andreas Vojta und Diskuswerfer Gerhard Mayer stehen.

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