Schnee in Schönbrunn: Zootiere im Tiergarten genießen weiße Pracht

Die Berberaffen in Schönbrunn lieben den Schnee
Die Berberaffen in Schönbrunn lieben den Schnee ©APA/JOSEF GELERNTER
Der starke Schneefall hat am Montag viele Wienerinnen und Wiener aus dem Konzept gebracht und das Straßenbild der Bundeshauptstadt dominiert. Den Tiergarten Schönbrunn verwandelte die "weiße Pracht" in eine romantische Winterlandschaft. Viele Zootiere freuten sich darüber - etwa die Berberaffen, Pandas und Luchse.
Zootiere genießen Schnee
Archiv: Fu-Hu im Schnee

Der Schnee in Schönbrunn hat eindeutig Fans: Ausgelassen tobten die Berberaffen durch ihre Anlage. Diese Affenart ist im Atlasgebirge heimisch, wo fast ein Viertel des Jahres Schnee liegt. “Bei uns im Tiergarten sind die Berberaffen das ganze Jahr im Freien. Vor Kälte schützt sie ihr dichtes Fell. Ein Innengehege brauchen sie nicht”, erklärte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung.

Auch Pandas sind Schnee-Fans

An Schnee und Kälte gut angepasst sind auch die Großen Pandas. Die schwarz-weißen Bambusbären sind in den Bergwäldern im Südwesten Chinas zuhause, wo sie in bis zu 3.400 Metern Höhe leben. Das Schönbrunner Panda-Weibchen Yang Yang saß am Montag mitten im Schnee und verzehrte genüsslich Bambus. Auch die Kleinen Pandas kamen mit dem Wiener Winter prima zurecht.

Sie sind ganzjährig im Freien, die kleine Holzhütte dient lediglich als geschützte Futterstelle. Sie kletterten geschickt auf den schneebedeckten Bäumen. Schratter: “Die Pfoten der Kleinen und Großen Pandas sind auf der Unterseite mit Fell bedeckt. Das schützt sie vor Kälte und verhindert ein Ausrutschen auf Schnee und Eis.”

Freude über weiße Pracht in Schönbrunn

Auch viele andere Tierarten waren bei dieser Witterung ganz in ihrem Element – allen voran natürlich die Europäischen Luchse und die Sibirischen Tiger. Die beiden Tiger-Weibchen Kyra und Ina lagen auf der verschneiten Plattform und ließen sich die Schneeflocken um die Schnauze wehen. “In ihrer Heimat im fernen Russland und Nordchina kann es bis zu minus 45 Grad kalt werden. Gegen diese extrem niedrigen Temperaturen und die eisigen Winde schützt die Tiger eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht an Flanken und Bauch”, erklärt Schratter über die Sibirischen Tiger, denen der Schnee in Schönbrunn eindeutig nichts anhaben kann.

(apa/red)

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