Schmetterlinge im Ohr - Kritik und Trailer zum Film

Antoine ist ein attraktiver Geschichtslehrer, der seine deutlich zunehmende Schwerhörigkeit vorzüglich zu überspielen weiß - bis er schließlich einen Feueralarm in der Schule überhört. Das nun notwendige Hörgerät bringt allerdings auch Nachteile mit sich, hört Antoine nun doch all das, was er bis dato nonchalant ausblenden konnte. Doch dann findet er in der stummen kleinen Tochter seiner Nachbarin eine Verbündete auf dem Weg in sein neues Leben.

Schwerhörige neigen, verständlicherweise, bisweilen dazu, das eigene Handicap vor der Außenwelt so lang es irgend geht versteckt zu halten. In der französischen Feel-Good-Komödie "Schmetterlinge im Ohr", in der Regisseur und Drehbuchautor Pascal Elbé auch vor der Kamera zu erleben ist, treibt es die Hauptperson dann aber doch recht weit. Ab Donnerstag im Kino.

Schmetterlinge im Ohr - Kurzinhalt zum Film

Der attraktive Geschichtslehrer Antoine (Elbé) versteht es nicht nur vorzüglich, all die Wortmeldungen seiner Schülerinnen zu überhören, nein, auch all die Ausführungen seiner Freundin (Sandrine Kiberlain) rauschen größtenteils ungehört an ihm vorbei. Doch damit nicht genug: Selbst das ziemlich laute, allmorgendliche und andauernde Lärmen seines Weckers lässt den Mittfünfziger allzu unberührt. Während er gleichzeitig genau damit seine Nachbarin Claire beinahe in den Wahnsinn treibt.

Es dauert allerdings nicht mehr lange, bis sich Antoine doch gezwungen sieht, sich allmählich dem Ernst der Lage, respektive seinem Alter zu stellen: Als er nämlich in der Schule auch den Feueralarm nicht vernimmt. Ein Hörgerät muss her! Die sich nun Antoine gegenüber öffnende, für ihn völlig neue Welt an akustischen Eindrücken geht aber nicht nur mit Freude einher: Bekommt er doch jetzt auch all das mit, was er bisher nonchalant hat ausblenden können.

Schmetterlinge im Ohr - Die Kritik

Dazu gehört die eigene demente Mutter, die überforderte Schwester, die Lehrerkollegen. Ausgerechnet in einem stummen kleinen Mädchen, der Tochter seiner Nachbarin, aber findet Antoine so etwas wie eine Verbündete: Seit dem Tod ihres Vaters weigert sich Violette zu sprechen.

Elbé hat aus diesem Schicksal ein Werk voller Situationskomik geformt, das die Entwicklung seiner Hauptfigur und ihres Umfeldes begleitet. Im Original deutet der Titel auch auf diese Dimension hin: "On est fait pour s'entendre" (etwa: Wir sind gemacht, um miteinander auszukommen).

(APA/Red)

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