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Schlusspfiff für Thomas Steiner

Am Sonntag läuft die Zeit für einen der besten heimischen Fußball-Schiedsrichter im Profibetrieb aus Altersgründen ab.

Thomas Steiner, der am 25. März seinen 45. Geburtstag feierte, leitet im würdigen Rahmen des Hanappi-Stadions (15.30 Uhr) mit der Partie Rapid – LASK sein 118. und letztes Spiel in der Bundesliga. “Leider muss ein Herzeige-Referee aufhören”, meinte Bundesliga-Schiedsrichter-Chef Johann Hantschk.

“Steiner konnte man in allen Spielen einsetzen. Er war ein toller Referee, verlässlich, umgänglich und kollegial”, lobt Hantschk, der gemeinsam mit Gerhard Kapl, dem Vorsitzenden der ÖFB-Schiri-Kommission, die Verabschiedung des Niederösterreichers in Hütteldorf vornehmen wird. Lob hat Steiner aber nicht nur von seinen Vorgesetzten und Kollegen, sondern immer wieder auch von vielen Kickern und Trainern verdientermaßen erhalten.

Vielleicht oder gerade auch deshalb, weil er in seiner Jugend selbst einmal u.a. für Admira Wacker (Nachwuchs bis Regionalliga) aktiv gespielt hatte und sich daher das gewisse Feeling angeeignet und Verständnis für die “andere Seite” gewonnen hat. 1990 musste Steiner seine Kicker-Laufbahn vorzeitig verletzungsbedingt beenden. Noch im November desselben Jahres legte der damals 27-Jährige im NÖ-Landesverband erfolgreich seine Prüfung zum Schiedsrichter ab.

Ab Juli 1993 leitete der Postbeamte zunächst Landesliga- und dann Regionalliga-Spiele, ehe er im Sommer 1993 zum Linienrichter in der Bundesliga avancierte. Vier Jahre später erfolgte der Aufstieg in die Erste Liga. Sein Debüt in der höchsten Spielklasse feierte Steiner am 1. Mai 1999 (Vorwärts Steyr – Austria Lustenau), am Sonntag ist für den “Bruno”-Gewinner als Schiedsrichter des Jahres 2004 und 2007 endgültig Schluss. In der Ersten Liga brachte er es auf 87 Spiele.

Im Cup war der Familien-Vater, dessen Tochter dem Voltigier-Sport frönt, achtmal als Unparteiischer (darunter das Finale 2003 zwischen Austria Wien und FC Kärnten in Graz) dabei, pfiff drei Wiener und ein Grazer Derby. 2004 leitete er ebenfalls in Graz das Supercup-Spiel GAK – Austria Wien. Internationale Einsatz gab es in der Schweizer Liga, in Länder- (EM- und WM-Qualifikation) und Europacup-Spielen (Champions League und UEFA-Cup) als Assistent oder vierter Offizieller.

Am Sonntag ist endgültig Schluss, obwohl er noch drei Jahre in der Landes- und Ostliga weiterpfeifen könnte. “Fast zehn Jahre an der Spitze sind genug, da muss man aufhören”, sagt Steiner, der sich körperlich für eine Verlängerung der Karriere fit fühlt. Ein Umdenken für ein höheres Alterslimit müsse von der FIFA kommen, denkbar wäre es, wie die Beispiele England (50 Jahre) und Deutschland (47) beweisen.

Steiner wird dem Fußball sicher erhalten bleiben. Seit heurigem Sommer ist er Leiter der Schiri-Ausbildung im NÖ-Verband. “Außerdem werde ich als Zuschauer in den Stadien der Bundesliga am Ball bleiben”. Gedanken macht sich der sympathische Mittvierziger über die Entwicklung seines Arbeitgebers, die Post AG. “Die Bedingungen werden rapide immer schlechter, es gibt weniger Personal und mehr Überstunden. Wir müssen für das selbe Geld mehr leisten, die Leute gehen schon am Stock”, erzählte Steiner aus seinem Alltag, von dem er weiterhin im Fußball Abstand gewinnt.

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