Schlusslicht Altach empfängt im "6-Punkte-Spiel" Mattersburg

Schlusslicht Altach wittert im "Keller-Duell" gegen den zuletzt schwache Mattersburger die Chance, wichtige Zähler im Abstiegsrennen einzufahren.

Obwohl die Vorarlberger am vergangenen Wochenende eine 0:6-Klatsche in Graz bezogen hatten, soll im “6-Punkte-Spiel” gegen die seit sieben Liga-Partien sieglosen Burgenländer am Samstag (18.00 Uhr/live Premiere Konferenz) der zweite Heimerfolg in dieser Saison einen Befreiungsschlag bringen.

Die Hausherren würden nur bei einem hohen Sieg bei einer gleichzeitig hohen Niederlage des Vorletzten Kapfenberg gegen Rapid die “Rote Laterne” an den Aufsteiger aus der Steiermark abgeben. Nach den wichtigen November-Partien gegen die unmittelbare Konkurrenten Kapfenberg (15.11.) und erneut Mattersburg (22.11.) sollte der einstelligen Tabellenrang aber Pflicht sein. “Meine Spieler wollen alle Bundesliga spielen, jetzt können sie mich überzeugen, ob das auch wirklich so ist”, meinte Altach-Trainer Urs Schönenberger.

Den Schweizer plagen vor dem von seinem Landsmann Frederic Studer geleiteten Partie Personalsorgen. Rechtsverteidiger Mimm ist gesperrt, Torhüter Michl (nach Sehnenabriss wieder im Training) und Pamminger (Rücken) weiter fraglich. Matthias Koch zog sich einen Teilriss eines Bandes am rechten Sprunggelenk zu, der U20-Teamspieler soll in der kommenden Woche aber wieder ins Training einsteigen.

Nach der Pleite in Graz sind deshalb kaum Umstellungen zu erwarten. “Mir fehlen zurzeit leider die Alternativen, um die Konsequenzen zu ziehen, die ich eigentlich ziehen möchte”, erklärte Schönenberger. “Ich habe aber versucht, den Spieler den Ernst der Lage zu vermittlen. Es geht in der Winterpause um ihren Job.” Nach zehn Gegentoren in den vergangenen beiden Partien stand im “Ländle” in dieser Woche vor allem das Abwehrverhalten auf dem Trainingsprogramm. Gewarnt ist man im Lager der Altacher vor der Stärke der Gäste im Kopfballspiel.

In Mattersburg gestalteten sich die vergangenen Tage nach dem blamablen 1:5 im Cup-Achtelfinale gegen Regionalligist Rapid Amateure ebenfalls turbulent. Der angezählte Coach Franz Lederer wollte vor der Reise in den Westen trotzdem nicht alles schlecht reden. “Der Cup ist abgehakt, das war eine blamable Vorstellung. Aber wir waren in den letzten zwei Liga-Spielen, der zweiten Hälfte gegen Sturm (5:6, Anm.) und in Hütteldorf (0:1), knapp dran, Punkte zu holen”, meinte Lederer, der noch das Vertrauen von Obmann Martin Pucher genießt. Nun gelte es, die Niederlagen “aufzuarbeiten, und zu versuchen, wieder in die Bahn zu kommen”.

“Altach steht mit dem Rücken zur Wand, sie müssen gewinnen”, erklärte der Coach der Burgenländer, der als Minimalziel einen Punkt ausgab. “Wir können in der derzeitigen Situation natürlich nicht hinfahren und sagen ‘Wir wollen gewinnen’.” Dass er auf seine Schützlinge nach dem dienstägigen Auftritt im Hanappi-Stadion nicht gut zu sprechen war, verhehlt Lederer auch nicht. Trotzdem könne man aufgrund der angespannten Personal-Lage keine tiefgreifenden Veränderungen erwarten: “Die Mannschaft muss selbst wissen, worum es geht. Man wird sehen, welcher Spieler wirklich Charakter hat.”

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