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Schlumberger erhöht Gewinn bei stagnierendem Umsatz

©Schlumberger
Der traditionsreiche Sekthersteller Schlumberger in Wien hat gute und schlechte Nachrichten: Der Umsatz stagniert, aber der Gewinn ist gestiegen.

Der konsolidierte Umsatz blieb im Zeitraum April bis Dezember 2011 (1.4. bis 31.12.) mit 187,3 Mio. Euro nahezu unverändert (+0,3 Prozent). Das Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,5 Prozent auf 2,25 Mio. Euro, teilte das börsenotierte Unternehmen am Freitag ad hoc mit. Traditionell ist das dritte Quartal (Oktober bis Dezember) für Schlumberger das Wichtigste, da in diese Zeit das Weihnachts- und Silvestergeschäft fällt. Der Umsatz der Schlumberger Wein & Sektkellerei Wien verringerte sich nach drei Quartalen um 0,5 Prozent auf 113,1 Mio. Euro.

Schwieriges Marktumfeld für Schlumberger

Der Schlumberger-Vorstand hält trotz des “schwierigen Marktumfeldes” am Wachstumsplan für für das Geschäftsjahr 2011/12 fest. “Die Diskussionen zu den Problemen in der Eurozone, die politische und wirtschaftliche Entwicklungen im benachbarten Ungarn und die Überlegungen zu einem Sparpaket und zusätzlichen Steuerbelastungen verunsichern die Konsumenten”, schreibt das Unternehmen in seiner Zwischenmitteilung. “Unsere Kernmärkte Sekt und Spirituosen wachsen”, betonte Schlumberger- Vorstandvorsitzender Eduard Kranebitter. Mit der Konzentration auf Kernkompetenzen und dem weiteren Ausbau des Exportgeschäfts werde man den “positiven Trend” fortsetzen. “Die laufende Faschingszeit und die Ballsaison versprechen für das Gesamtjahr positive Aussichten.”

Export bringt Hoffnung

Das Exportgeschäft entwickelt sich laut Kranebitter “weiterhin hervorragend”. Trotz notwendiger Preisanpassungen habe man den Absatz im Export um 9 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert. Die Marke Schlumberger wachse weiterhin stark in der Schweiz, in den Niederlanden und im Duty Free-Geschäft. Neben dem größten Sektmarkt Deutschland werde man künftig die Exporte in die östlichen Nachbarländern verstärken, betonte Kranebitter.

Die Weinernte 2011 konnte nicht die schwache Weinernte 2010 und die geringen Lagerbestände ausgleichen. Die Preise für Qualitätsweine sind deswegen laut der Sektkellerei auf einem “ungewöhnlich hohen Niveau”. Weitere Preiserhöhungen wurden von Schlumberger angekündigt.

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