Schlüsselberufe: Positive Tests im Promille-Bereich

Unter den Supermarktangestellten wurde kein Infizierter entdeckt.
Unter den Supermarktangestellten wurde kein Infizierter entdeckt. ©APA/AFP/ALEX HALADA
Um die Dunkelziffer von Coronavirus-Infizierten herauszufinden wurde Personal in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Supermärkten getestet. Von 1.161 Tests schlugen dabei sechs auf das Virus an.

Von bisher 1.161 Stichprobentests auf das Coronavirus unter Personen in Schlüsselberufen waren sechs positiv, das entspricht 0,52 Prozent. Die Checks wurden am Samstag und am Montag in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Supermärkten durchgeführt, hieß es am Donnerstagnachmittag aus dem Bundeskanzleramt. So will man dem Anteil der "asymptomatisch" Infizierten bei Schlüsselkräften auf die Spur kommen.

Je drei Infizierte in Pflegeheimen und Spitälern

In vier Pflegeheimen wurden 365 Proben genommen, wovon laut Bundeskanzleramt drei positiv waren (0,8 Prozent). Insgesamt 444 Tests fanden in drei Krankenhäusern statt, davon waren drei positiv (0,7 Prozent). Außerdem gab es in mehreren Supermärkten - von den Handelsketten zentral organisiert - bisher 352 Stichproben und keine positive Testung auf Covid-19.

Insgesamt wurden Proben von etwa 1.500 Personen gewonnen, hatte das Gesundheitsministerium zuvor mitgeteilt. Begonnen wurde mit der Untersuchung am vergangenen Wochenende, am Dienstag und Mittwoch wurden weitere Tests genommen. Nach der Feldphase sei eine wissenschaftliche Auswertung geplant. Ziel der Testreihe ist es, mehr Wissen über die Dunkelziffer und damit den Anteil der tatsächlich Infizierten in den jeweiligen Bereichen zu bekommen.

Dunkelziffer soll ermittelt werden

Sollte sich herausstellen, dass es unter Supermarkt-Angestellten mit Kundenkontakt, Ärzten und Pflegern zahlreiche Infizierte mit SARS-CoV-2 gibt, die keine Symptome haben, wäre Handlungsbedarf gegeben. Denn auch ohne Symptome kann das Virus übertragen werden. Noch problematischer wäre ein solcher Befund aus dem Grund, weil in Supermärkten, vor allem aber Spitälern und Pflegeheimen immer auch ältere und vorerkrankte Personen sind, die vor einer Ansteckung eigentlich stärker geschützt werden sollten.

(APA/red)

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