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Schießerei in Gebetshaus - Hintergründe weiter unklar

Über die genauen Hintergründe des Schussattentats auf zwei indische Prediger in einem Wiener Ravi-Dass-Gebetshaus am Sonntag liegen weiter nur Spekulationen und keine Fakten vor. Auch nicht, ob alle möglichen Täter gefasst wurden, ist gewiss.

Fest steht mittlerweile allerdings, dass bei dem Kampf bis zu zehn Schüsse aus einer silbernen Makarow-Pisotole abgegeben wurden. Sieben vor allem traditionelle Dolch-Messer mit bis zu 20 Zentimeter langen Klingen, Pfannen und Mikrofonständer kamen zum Einsatz.

Bilder der Tatwaffen Sichergestellte Tatwaffen der Gebetshaus-Schießerei

Laut Staatsanwaltschaft (StA) Wien läuft eine Suche nach möglichen Mittätern. “Es gab Aussagen, dass es mehr als sechs Angreifer waren”, so StA-Sprecher Gerhard Jarosch am Mittwoch. “Es gab aber auch welche, laut denen es nur sechs waren.” Diese Widersprüche müssten noch überprüft werden. Dabei gehe es lediglich um eine Abklärung, aber keinen konkreten Verdacht, betonte Polizeisprecher Michael Takacs. Bei der Exekutive läge jedenfalls keine Zeugenaussagen vor, in der von mehr als sechs Tätern die Rede sei.

Die sichergestellte Makarow-Pistole ist in Österreich nicht registriert und muss wegen einer möglichen Anmeldung in einem anderen Staat noch weiter überprüft werden. In das Magazin würden nur bis zu zehn Schuss passen, nachgeladen wurde nicht, erklärte Takacs die Maximalanzahl von zehn Schüssen. Ob alle Patronenhülsen gefunden wurden, steht aber noch nicht definitiv fest, die Spurensicherung am Tatort ist noch nicht abgeschlossen. Die Polizei geht jedenfalls davon aus, dass keine zweite Schussaffe verwendet wurde. Alle bisher gefundenen Projektile passen zu der sichergestellten Pistole mit neun Millimeter-Kaliber.

Alle sechs unmittelbar nach der Schießerei verhafteten Männer befinden sich seit Dienstagabend formell in Untersuchungshaft. Während einer der mutmaßlichen Attentäter nach einem Kopfschuss noch im UKH Meidling im Koma liegt und polizeilich bewacht wird, wurden seine fünf ebenfalls verletzten Komplizen bereits in die Justizanstalt Josefstadt überstellt. Bei vier von den Männern handelt es sich laut Jarosch um Asylwerber aus Indien, einer von ihnen lebt seit 2001, zwei seit 2008 in Österreich.

Die Einvernahmen der sechs Verdächtigen, die den Hindi-Dialekt Punjabi sprechen, gestalten sich weiter schwierig. Die Männer gäben permanent falsche Namen an, so Takacs. Diese seien in Indien so häufig wie Meier, Müller oder Weber in Österreich und müssten daher mühsam überprüft werden.

Der schwer verletzte Prediger Sant Niranjan Dass befindet sich außer Lebensgefahr, der 68-jährige Führer einer indischen Glaubensströmung wird im Spital von der Sondereinheit Cobra bewacht. Sein Kollege Sant Rama Anand (andere Schreibweise: Nand) starb mehrere Stunden nach dem offenbar geplanten Attentat im Spital an Schussverletzungen im Bauch und im Rücken.

Am Sonntag kurz nach 13.00 Uhr waren während der Predigt in dem Gebetshaus der Sikh-Strömung in der Pelzgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus mehrere Männer plötzlich aufgestanden und auf die beiden Gurus losgegangen. Einige Menschen im Hauptgebetsraum griffen die Attentäter an und verletzten sie vermutlich mit ihren eigenen Waffen. Der Großteil der bis zu 350 Menschen rannte in Panik ins Freie.

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