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Schienenmaut für Personenverkehr wird ausgesetzt

Die Regierung unterstützt mit dem Entfall der Schienenmaut die Westbahn und den ÖBB-Personenverkehr.
Die Regierung unterstützt mit dem Entfall der Schienenmaut die Westbahn und den ÖBB-Personenverkehr. ©APA
Verkehrsministerin Leonore Gewessler senkt die Schienenmaut nicht nur für den Güterverkehr, sondern auch für den Personenverkehr um 100 Prozent.

"Mit dieser Maßnahme soll der klimafreundliche Verkehr in der schwierigen wirtschaftlichen Situation während der Corona-Krise unterstützt werden", teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Der private ÖBB-Konkurrent Westbahn hatte gewarnt, ohne Staatshilfe 100 Stellen streichen zu müssen.

Westbahn und ÖBB sparen durch Maut-Entfall heuer 10 Mio. Euro

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie war der Westbahn und den ÖBB auf der Strecke zwischen Wien und Salzburg mittels einer Notvergabe finanziell geholfen worden. Diese lief mit Mittwoch aus. Die beiden Bahnunternehmen müssen die Strecke nun wieder auf eigene Rechnung fahren. Für die Westbahn-Kunden bedeutet die Umstellung auf den normalen Fahrplan auch, dass die blau-grünen Züge ab Donnerstag wieder in Wien-Hütteldorf stehen bleiben und insgesamt wieder mehr Züge auf der Westbahnstrecke unterwegs sein werden.

"Mit der geplanten Senkung der Schienenmaut sorgen wir jetzt in Abstimmung mit der EU für einen konkurrenzfähigen und klimafreundlichen Verkehr auf der Schiene", erklärte Gewessler. "Wir werden die Wirksamkeit und auch die schwierige Lage aufgrund der Coronapandemie regelmäßig evaluieren." Wie es zur APA aus dem Ressort hieß, sparen sich die Westbahn und der ÖBB-Personenverkehr durch den Entfall der Schienenmaut in den verbleibenden drei Monaten des Jahres ungefähr 10 Mio. Euro.

Westbahn über Maßnahme erfreut, fordert weitere Schritte

Die Westbahn erklärte in einem Statement, die Senkung des Infrastrukturbenützungsentgelts auf Null sei ein wichtiger erster Schritt. "Allerdings ist die Nachfrage im Zug aktuell wieder etwa auf das Niveau von Mai gesunken - das Null-IBE reicht also nicht aus, um größere Verluste zu vermeiden", so Sprecherin Ines Volpert. Es brauche zusätzlich eine weitere Leistungsbestellung durch das Ministerium und eine Weiterführung der wechselseitigen Ticketanerkenntnis.

(APA/Red)

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