„Schienenbienen“: ÖBB verändern das Leben von über 3 Millionen Bienen

Die ÖBB beschäftigt sich genauso wie das Bundesheer mit Bienen.
Die ÖBB beschäftigt sich genauso wie das Bundesheer mit Bienen. ©APA/dpa/Frank Rumpenhorst (Symbolbild)
Der 20. Mai bringt den Weltbienentag mit sich. Gleichzeitig blicken 3,8 Millionen Bienen einer Zukunft entgegen, an der die ÖBB mitwirken. Das Bundesheer kommt ebenfalls nicht am Bienen-Thema vorbei.
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Am Donnerstag, 19. Mai ist der Weltbienentag. Der Bestand der Insekten ist seit Jahren in Gefahr. ÖBB und Bundesheer setzten nun auf die Tiere. Die Bundesbahnen werden an acht Standorten entlang der Gleise 60 Bienenstöcke mit rund 3,8 Millionen Tieren ansiedeln. Das Bundesheer plant in Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn Bienenstöcke in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien-Hietzing, hieß es am Mittwoch in Aussendungen.

ÖBB: Zusammenarbeit mit Imker

Die ÖBB starten das Projekt "Schienenbienen" gemeinsam mit einem Imker. Acht Standorte wurden definiert und sollen mit den Völkern besiedelt werden. Imker Markus Bleich kümmert sich um das Wohl der Tiere und die entsprechende Pflege der Landschaft. Die Flächen werden so nachhaltig genutzt und die Artenvielfalt gefördert - gleichzeitig wird unter dem Namen "ÖBB Schienenhonig" Bio-Honig produziert. Ab Herbst soll er im Webshop und in Bahnbistros erhältlich sein.

Die acht Flächen in Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Salzburg und Tirol sollen ökologisch nachhaltig gepflegt und bewirtschaftet werden. "Mit den ÖBB Schienenbienen entsteht eine fruchtbare Kooperation zwischen Natur, Mensch und Eisenbahn. Die Flächen werden nachhaltig genutzt, die Artenvielfalt gefördert und die Natur kann wieder aufblühen", betonte Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Bundesheer mit Bienen-Slogan

Auch das Bundesheer setzt unter dem Motto "Geht's den Bienen gut, geht's uns allen gut" auf die Insekten. Bereits jetzt werden in einigen Kasernen wie der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg oder auch Belgier-Kaserne in der Steiermark Honigbienen von Soldatinnen und Soldaten betreut. Nun folgt die Kaserne in Hietzing. Diese bietet etwa 110.000 Quadratmeter nicht bewirtschaftete Fläche mit Wiesen, Sträuchern und Bäumen und ist die größte "Grünkaserne" in Wien. Der Tiergarten unterstützt laut Direktor Stephan Hering-Hagenbeck gerne seine Nachbarn. "Bienen sind wichtige Bestäuber für Wild- und Kulturpflanzen und sichern dadurch die pflanzliche Vielfalt und das Überleben von Wildtieren und uns Menschen", sagte Hering-Hagenbeck.

"Ich freue mich, dass das Bundesheer in einigen Kasernen bereits Bienenstöcke betreut, und so den lebensnotwendigen Insekten ein Zuhause gibt. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn auch in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne Bienenstöcke aufbauen. Mit unserem Engagement und Initiativen können wir der Natur ein Stück zurückgeben und sie schützen", meinte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

Bundesheer stellt Honig her

Auch das Bundesheer produziert bereits Honig. Aus der Bienenzucht im Akademiepark der Theresianischen Militärakademie stammt der sogenannte "Maria Theresien-Honig". Betrieben wird diese Zucht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und der Theresianischen Militärakademie. Zum Imker ausgebildete Angehörige der Militärakademie beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit der Haltung und Vermehrung von Honigbienen im Park und tragen so wesentlich zum Schutz der Bestäuber bei.

Um Insektensterben vorzubeugen, hat das Bundesheer außerdem auch weitere Projekte geplant, wie das Ansetzen von Blühwiesen: In der Dabsch-Kaserne in Korneuburg gibt es beispielsweise bereits eine vier Hektar große Blumenwiese, um Insekten einen naturnahen Lebensraum zu bieten. Weitere Blühwiesen sind unter anderem in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg oder auch in der Türk-Kaserne in Spittal geplant.

(APA/Red)

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