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Schenker eröffnet High-Tech-Terminal in Bergheim

Salzburg - Die Schenker & Co AG hat am Dienstag in Bergheim bei Salzburg einen neuen Speditionsterminal eröffnet. Das Unternehmen investierte in den High-Tech-Terminal mit Bahnanschluss 26 Mio. Euro.

Salzburg sei neben Paris, Malmö und Friedewald in Deutschland einer von vier Hauptumschlagbetrieben (Hubs) der international tätigen Spedition, sagte Elmar Wieland, Vorstandsvorsitzender Schenker & CO AG Österreich und Südosteuropa bei einem Pressegespräch.

Weil der neue Terminal auf der grünen Wiese entstanden sei, habe man die Logistik optimal planen können, sagte Walter Mönichweger, Leiter der Geschäftsstelle Salzburg. Errichtet wurden eine 10.000 Quadratmeter große Umschlaghalle, eine mehr als 4.000 Quadratmeter große Logistikhalle sowie ein Bürogebäude. Die Umschlaghalle hat 125 Be- und Entladetore, die Güter werden alle automatisch gewogen und gemessen, gescannt und elektrisch transportiert. Mit der unterirdischen Flurförderkette können 400 Tonnen pro Stunde bewegt werden, berichtete Mönichweger. Am neuen Standort werden 230 Mitarbeiter beschäftigt.

Salzburg ist innerhalb der 700 Schenker-Niederlassungen in Europa eine wichtige Transportdrehscheibe nach Südosteuropa, aber auch nach Zentralasien. Im österreichischen Expressgutverkehr treffen sich in Salzburg jede Nacht Lkw aus elf heimischen Niederlassungen, um hier zentral ihre Güter auszutauschen und bis zum Morgen an die vorgesehenen Standorte zu bringen. Mit dem neuen Bahnterminal, der im Sommer eröffnet werden wird und für den das Land Salzburg 560.000 Euro für die Anbindung zur Lokalbahn bezahlt hat, wolle man verstärkt auf den Transport auf der Schiene setzen, sagte Salzburg-Geschäftsstellenleiter Friedrich Hofinger.

Der Standort Salzburg fertigte im Jahr 2008 rund 550.000 Sendungen mit 1,3 Mio. Frachttonnen ab. Neuere Zahlen wollte das Unternehmen noch nicht bekanntgeben. Je nach Region und Verkehrsträger habe man 2009 Rückgänge zwischen 15 und 20 Prozent hinnehmen müssen, sagte Wieland.

Zum kürzlich von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) aufgedeckten Speditionskartell und den in der Branche kursierenden Gerüchten, Schenker habe der BWB Hinweise gegeben, um für sich die Kronzeugenregelung in Anspruch nehmen zu können, wollte Wieland nichts sagen: “Zu einem laufenden Verfahren gebe ich keinen Kommentar ab. Das Verfahren betrifft nur den österreichischen Inlandsverkehr, das ist ein marginaler Anteil an unserem Geschäft.”

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