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Schandl lässt WSK vom Titel träumen

Homm und Schandl feiern den Siegtreffer
Homm und Schandl feiern den Siegtreffer ©vienna.at/sportsshooter.at
In einem kampfbetonten Spiel knöpfte Amstetten dem Sportklub fast einen Punkt ab, doch ein Schandl-Elfmeter entschied zu Gunsten der Wiener. Bilder 

Abgesehen von einem Kayhan-Schuss (11.), der am langen Eck vorbeistrich, war das brandneue Outfit von Sportklub-Goalie Michael Harrauer der Höhepunkt der Anfangsphase. In knalligem Orange leuchtete der Schlussmann beinahe wie ein bengalisches Feuer über der Alszeile.

Die Dornbacher hatten zögerlich begonnen und blieben immer wieder in der Abwehr der Niederösterreicher hängen, die sich vor dem Favoriten nicht versteckten. 

Praktisch aus dem Nichts sorgte der wegen einer Muskelverhärtung nicht ganz fitte Kayhan für den sehenswerten Führungstreffer der Hernalser: Kayhan drang in den Strafraum der Amstettner ein, spielte auf Günes, der retournierte zum Absender und dieser schoss zum 1:0 ein – Goalie Zwölfer war chancenlos (26.). Der WSK riß das Zepter an sich, doch der letzte Pass wollte nicht gelingen. 

Von den Niederösterreichern, die anfangs noch über Holemar und Fülöp offensiv gefällig waren, war nun fast nichts mehr zu sehen. In der 38.Minute prüfte Fülöp Tormann Harrauer, doch der Schuß des Ungarn war zu unplatziert. Die Hernalser setzten sich im Abwehrbollwerk der Niederösterreicher fest. Kayhan war abermals nicht zu stoppen, doch scheiterte mit seinem Schuss (43.). Im Gegenzug die Amstettner: Die Schwarz-Weißen brachten den Ball nicht weg und Reikersdorfer sorgte kurz vor Pausenpfiff für den überraschenden Ausgleich.

Gleich zu Wiederbeginn strich ein Fülöp-Drehschuß über die Latte. Im Gegenzug konnte Schandl einen Kayhan-Stanglpaß nicht verwerten (48.). Doch damit war das Pulver vorerst verschossen, das Spiel flaute ab. Der Sportklub blieb bei Standardsituationen gefährlich, Szabos Kopfball verfehlte das Tor nur um Zentimeter (67.). 

Von Amstetten war nur mehr wenig zu sehen, mitunter ein Verdienst des fleißigen Marco Perez, der das Sportklub-Mittelfeld zusammenhielt, kurbelte und rackerte. Trotz einiger Härteeinlagen im Mittelfeld zückte Schiedrichter Gangl keine Karte.
 
In den Schlussminuten kam Herbst im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Schandl verwehrte den Strafstoß sicher (86.) und sorgte für den ersten Heimerfolg des WSK im Jahr 2009. Die Amstettner, die sich lange Zeit tapfer hielten, erlitten einen Dämpfer im Abstiegskampf und hatten für den Schiedsrichter kaum freundliche Worte übrig.

Slobodan Batricevic (Sportklub-Trainer): “Es war ein mühsamer Arbeitssieg, Amstetten hat gut mitgespielt. Uns hat die Konzentration gefehlt, aber die Leistung war schon besser als im ersten Heimspiel gegen den FAC. Solche Spiele muss man erst gewinnen. Aus meiner Sicht war der Elfer in Ordnung, Herbst ist gestoßen worden.”

Wiener Sportklub – Amstetten 2:1 (1:1)
Sportclub-Platz, 1.103 Zuschauer
Torfolge: 1:0 Kayhan (26.), 1:1 Reikersdorfer (45.), 2:1 Schandl (Elfmeter, 87.)

Sportklub: Harrauer – Hevera, Ruiss, Szabo, Homm – Wunderbaldinger (63. Gavrilovic), Perez, Cehajic, Kayhan (71. Herbst) – Günes (85. Grozurek), Schandl
Amstetten: Zwölfer – Günther, Achleitner, Holzer, Stocklassa – Berger Steiner, Holemar, Stingl, Paleacu (71. Deinhofer) – Fülöp (57. Puppenberger), Reikersdorfer

Gelbe Karten: Cehajic bzw. Paleacu, Berger Steiner, Günther
Die Besten: Perez, Kayhan, Günes bzw. Fülöp, Holemar

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