Salzburger Festspiele starten mit "Die Schöpfung"

Alles beginnt mit Joseph Haydn
Alles beginnt mit Joseph Haydn
Die Salzburger Festspiele 2014 beginnen am Freitag mit "Die Schöpfung" von Joseph Haydn. Zugleich wird mit diesem Oratorium der neuntägige Auftakt der Festspiele, die Ouverture spirituelle, gestartet. Dieses Festival geistlicher Musik ist heuer speziell der Sufi-Musik des Islam gewidmet. Intendant Alexander Pereira setzt damit ein Zeichen "in Zeiten, die nicht von Toleranz geprägt sind".


Die offizielle Eröffnung der Salzburger Festspiele erfolgt erst am Sonntag, dem 27. Juli, durch den Bundespräsidenten Heinz Fischer. Bis dahin stehen etwa die “Krönungsmesse, die “Spatzenmesse” und die “c-Moll-Messe” von Mozart, die Händel-Werke “Dixit Dominus” und “Israel in Egypt” sowie Konzertstücke von Monteverdi, Bach, Reger, Bruckner, Rameau, und Michael Haydn auf dem Programm. Auch der traditionsreiche “Jedermann” auf dem Domplatz ist Teil der Ouverture spirituelle.

Im Zentrum aber steht der Sufi-Gesang. Der in Kairo beheimatete Orden Al-Gazoulia wird in Salzburg erstmals in einem öffentlichen Raum ein Ritual auszüben. Danach werden Sufi-typische Mikroton-Improvisationen mit Bach in Verbindung gebracht, bevor der ägyptische Komponist Hossam Mahmoud im Auftrag der Festspiele ein Werk für Sufi-Chor und Ensemble zur Aufführung bringen wird. Auch “Al-Hallag” von Samir Odeh-Tamini ist eine Uraufführung. Laut Mitteilung der Festspiele waren die Konzerte mit Musik des Islam in Rekordtempo ausverkauft.

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