Salzburg zwischen Resignation und Durchhalteparolen

Der nach Irland abwandernde Giovanni Trapattoni wird das Mattersburger Pappelstadion nicht in allzu guter Erinnerung behalten. In vier Versuchen mit Red Bull Salzburg schauten für den Startrainer im Burgenland ein Remis und drei Niederlagen heraus.

Das 2:3 am Samstag bedeutete zudem wohl das Ende aller Titelträume.

“Rapid kann zu Hause den Titel fixieren. Ich denke, dass sich das Rapid nicht mehr nehmen lassen wird”, gratulierte Salzburgs ÖFB-Teamspieler Rene Aufhauser den Hütteldorfern bereits indirekt zum Titel. Aufhauser sah bei der Niederlage die alten Salzburger Fehler bei ihren Spielen in Mattersburg. “Wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Vor allem vor der Pause haben wir uns nur aufs Kämpfen und die hohen Bälle nach vorne verlassen.”

Auch Kapitän Niko Kovac glaubte nach Schlusspfiff: “Es scheint so, dass wir den Titel verspielt haben.” Ansonsten waren nach der Pleite in Mattersburg aber auch Durchhalteparolen zu hören. “Wir müssen in den letzten zwei Spielen Gas geben”, forderte Goalgetter Alexander Zickler, der hinzufügte: “Sollte es mit dem Titel nicht klappen, dann haben wir ihn aber nicht hier in Mattersburg, sondern schon viel früher verspielt.”

Trapattoni glaubt noch an die kleine Chance: “Rapid ist sicher noch nicht Meister, aber zu 90 Prozent.” Und auch ÖFB-Teamstürmer Marc Janko (“Unsere Leistung in Mattersburg war einfach zu wenig”) hat die Flinte noch nicht ins Korn geschmissen. “Es ist eine kleine Vorentscheidung gefallen. Aber solange es rechnerisch möglich ist, glaube ich an die Chance.”

Im Tabellenkeller wird es für Wacker Innsbruck immer finsterer. Einen Tag nach dem 1:2 des großen Konkurrenten Austria Kärnten gegen Rapid konnten die Tiroler die Chance nicht am Schopf packen und unterlagen auswärts Sturm Graz 0:2. “Das Ergebnis spricht eine klare Sprache”, erklärte Coach Helmut Kraft, der nun logischerweise einen Sieg am Sonntag gegen Mattersburg fordert.

“Wir müssen das Rundherum aus den Köpfen kriegen und uns auf das Match konzentrieren. Mit einem Sieg könnten wir unter Umständen zu Kärnten aufschließen”, erläuterte Kraft. Andreas Schrott fand klare Worte. “Das ist zu wenig Qualität. Wir hatten kaum Chancen, das ist für die Bundesliga zu wenig”, meinte der Verteidiger.

Aller Abstiegssorgen endgültig entledigt hat sich Ried mit einem 1:1 im Derby gegen den LASK. Die Linzer müssen um Rang drei (UEFA-Cup) bzw. sogar Platz vier (UI-Cup) zittern, Sturm liegt nur noch drei Punkte hinter den Athletikern.

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