Sahara-Touristen: Lösegeld gefordert

Für die 31 verschwundenen Sahara-Touristen - darunter acht Salzburger und zwei Tiroler - liegen angeblich Lösegeldforderungen der Entführer in Millionenhöhe vor.

Sie betragen rund eine Million Schweizer Franken (663.394 Euro) je Geisel, wie das in Lausanne erscheinende französisch-sprachige Magazin „L’Hebdo“ in seiner jüngsten Ausgabe berichtet.

Der Sprecher des Schweizer Außenministeriums, Simon Hubacher, wollte diese Angaben am Samstag nicht kommentieren. „Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu solchen Berichten“, sagte er auf Anfrage. Der Schweizer Botschafter Blaise Godet habe Gespräche in Algier geführt und sei auf der Rückreise, sagte Hubacher.

„L’Hebdo“ berichtet unter Berufung auf algerische Geheimdienstkreise, der Aufenthaltsort der Geiseln – neben den Österreichern 15 Deutsche, vier Schweizer, ein Niederländer und ein Schwede – sei den algerischen Behörden genau bekannt. Er liege in der Bergregion Tamelrik, rund 1.800 Kilometer südlich von Algier. Sie würden in drei Gruppen festgehalten.

Die drei Lösegeldforderungen seien an die Militärkommandantur in Südalgerien sowie an die algerische Polizeidirektion gerichtet worden. Insgesamt seien zwischen 30 und 45 Millionen Franken (19,9 Mill. und 29,9 Mill. Euro) verlangt worden. Es handle sich bei den Entführern um Kriminelle und nicht um politisch motivierte Täter, hieß es.

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