Ryanair und Easyjet erwarten mehr Buchungen im Sommer

Ryanair und Easyjet rechnen mit mehr Flugbuchungen im Sommer.
Ryanair und Easyjet rechnen mit mehr Flugbuchungen im Sommer. ©REUTERS/Paul Hanna/File Photo
Die beiden Billigairlines Ryanair und Easyjet erwarten für den Sommer mehr Flüge als vor der Coronakrise. Aufgrund der Omikron-Welle spürt der Billigflieger Ryanair weiter eine Zurückhaltung bei den Ticketbuchungen.
Ryanair will in Wien weiter wachsen

Aufgrund der Omikron-Welle spürt der Billigflieger Ryanair weiter eine Zurückhaltung bei den Ticketbuchungen. Die Kunden kauften ihre Tickets nach wie vor sehr kurzfristig, teilte die Airline mit. Vorerst sollen sie mit günstigen Preisen angelockt werden, im Sommer könnten die Ticketpreise aber steigen. Da viele Konkurrenten ihr Angebot verringert hätten, könnte es Aufwärtsdruck auf die Preise geben, sagte der Finanzchef der Lauda-Mutter, Neil Sorahan, am Montag. Sicher sei das aber noch nicht.

Unsicherheit in Coronapandemie

Im laufenden Quartal dämpfe die Unsicherheit in der Coronapandemie die Buchungen, sodass Kunden womöglich weiter über niedrige Ticketpreise gewonnen werden müssten. Ryanair könne sich das leisten, weil sich die Airline besser gegen die höheren Kerosinpreise abgesichert habe als andere, ergänzte Soharan.

Für den Sommer plant Ryanair-Chef Michael O'Leary mit mehr Flügen als vor der Coronakrise. Die angebotene Sommer-Kapazität liege derzeit um 14 Prozent höher als im Sommer 2019.

Erklärung von Ryanair-Chef

Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte, die Buchungen hätten sich in den vergangenen Wochen von dem Einbruch erholt, für den das Auftreten der ansteckenderen Virusvariante Omikron Ende vergangenen Jahres gesorgt hatte. Aber die Aussichten in Ryanairs Schlussquartal seien weiter "äußerst unsicher". Die Buchungen kämen weiterhin sehr kurzfristig rein.

Ryanair und Easyjet erwarten mehr Buchungen im Sommer

Das Management baut auf einen Erfolg der Booster-Impfungen in der Europäischen Union und weitere Belege, dass die Omikron-Variante des Coronavirus weniger gefährlich ist als die bisherigen Varianten. Dies sollte die EU-Regierungen dazu bewegen, die bestehenden Reisebeschränkungen aufzuheben und das Vertrauen der Kunden rechtzeitig vor Ostern und der wichtigen Sommersaison wiederherzustellen, wie die Lauda-Mutter am Montag in Dublin mitteilte.

Im dritten Geschäftsquartal zählte Raynair 31,1 Millionen Reisende

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember zählte Ryanair rund 31,1 Millionen Reisende und damit fast viermal so viele wie zu Beginn des ersten Coronawinters ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg noch stärker auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich verbuchte die Gesellschaft einen Verlust von 96 Millionen Euro, rund 70 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet O'Leary weiterhin mit einem Verlust zwischen 250 und 450 Mio. Euro, nachdem er bis kurz vor Weihnachten noch von 100 bis 200 Mio. Euro Minus ausgegangen war.

Easyjet rechnet ebenfalls im Sommer mit hohen Buchungszahlen

Ryanairs britischer Wettbewerber Easyjet rechnet in diesem Sommer ebenfalls mit hohen Buchungszahlen, nachdem die britische Regierung die Coronaregeln für die Einreise nach England aufgehoben hat. In den kommenden fünf Jahren will Easyjet insgesamt 1.000 Piloten einstellen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Ein Fokus soll dabei auf Pilotinnen liegen. Damit wolle das Unternehmen helfen, das Ungleichgewicht der Geschlechter in dem Beruf zu bekämpfen. Nach Easyjet-Angaben sind nur sechs Prozent aller Cockpit-Lenker weltweit Frauen.

(APA/Red)

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