Russischer Orden für polnischen Regisseur

Russland bemüht sich offenbar wei­ter­hin, die traditionell belasteten Beziehungen zu Polen zu verbessern. Der russische Präsident Dmitri Medwedew will dem polnischen Regisseur Andrzej Wajda den russischen Freundschaftsorden für seinen Beitrag zu den polnisch-russischen Beziehungen im Bereich Kultur verleihen, wie der Kreml am Dienstag in Moskau mitteilte.
Das Massaker von Katyn

Wajda drehte den auch in Russland viel beachteten Film “Das Massaker von Katyn” über die Hinrichtung von 22.000 Polen durch die sowjetische Geheimpolizei im Jahr 1940 in dem russischen Ort. Die Sowjetunion hatte jahrzehntelang die Schuld für das von Diktator Joseph Stalin angeordnete Massaker den Nationalsozialisten gegeben und ihre Verantwortung erst 1990 eingestanden.

In seinem Film erzählt Wajda, dessen Vater in Katyn umgebracht wurde, wie Zweifler an der offiziellen Version zu dem Massaker in Russland bestraft wurden. Auch heute belastet die Hinrichtung der Polen durch die sowjetische Armee noch die Beziehungen zwischen Moskau und Warschau. Die beiden Länder bemühen sich jedoch demonstrativ um Annäherung, seit Anfang April der polnische Präsident Lech Kaczynski, seine Frau und 94 weitere Insassen beim Absturz seiner Präsidentenmaschine im Westen Russlands verunglückten. Sie waren auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung in Katyn.

Das Massaker von Katyn

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