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Rupp-Käsle unbeeindruckt

Die Eigenmarken-Politik großer Handelsketten lässt die Vorarlberger Privatkäserei Rupp unbeeindruckt.

„Der Markt etwa für Schmelzkäse ist in Österreich für Ketten wie Spar und Rewe zu klein, um ihn Gewinn bringend mit Private Labels zu bedienen“, erklärt Vorstand Josef J. Rupp laut Wirtschaftspressedienst. Darüber hinaus seien die Marken Rupp oder Mitbewerber Alma in Österreich zu bekannt, um von den Ketten ohne Aufsehen ausgelistet zu werden.

Rupp produziert bis auf eine Ausnahme keine Eigenmarken für in Österreich tätige Handelsunternehmen. Anders ist die Situation im Ausland, wo die Unternehmensgruppe für viele Firmen Eigenmarken produziert. In Großbritannien etwa liefert Rupp seit über 20 Jahren für Tesco Private-Label-Schmelzkäse. Auch die britische Lebensmittelkette Saintsbury ist Kunde. Als größere Herausforderung für Markenerzeuger im Lebensmittelbereich sieht Rupp die europäischen Discounter wie Lidl und Aldi mit der Österreich-Tochter Hofer: „Hier kommt es zu einer großen Veränderung der Märkte, weil diese stark wachsenden Discounter über ein breites Spektrum an Eigenmarken verfügen“.

80 Prozent seiner Erzeugnisse verkauft Rupp außerhalb von Österreich. Dieser Anteil werde auf Grund der starken Zunahme bei Industrieprodukten und im Food-Service-Bereich – hier wird etwa für McDonalds und Burger King produziert – noch größer werden. Zu den Absatzmärkten gehören vor allem Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien.
Die Privatkäserei Rupp, nach eigenen Angaben Österreichs größtes privates Unternehmen der Milchwirtschaft, hat 2001 einen Umsatz von 112 Mill. Euro erzielt, ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber 2000. Rupp hatte seit 1996 jedes Jahr zweistellig zugelegt. Für heuer müsse man den prognostizierten zweistelligen Zuwachs leicht nach unten korrigieren. „Das erste Quartal lief in allen Bereichen ausgesprochen schlecht. Auch wenn das zweite Quartal wesentlich besser abschnitt, so werden wir 2002 nur einstellig wachsen können.“

Das Unternehmen plant eine Reihe von Investitionen, näheren Angaben darüber will Rupp noch nicht machen. Kein Geheimnis ist aber die Mitarbeit bei der am morgigen Freitag im Bregenzerwald präsentierten neuen Vorarlberger Bergkäsekeller GmbH, wo Rupp neben Alma, Alpenkäse GmbH und der Sennerei Lingenau zu den Hauptgesellschaftern gehört. Die 1908 gegründete Unternehmensgruppe Rupp beschäftigt derzeit 250 Mitarbeiter. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 25 neue Mitarbeiter in allen Bereichen eingestellt. Sämtliche Unternehmen der Gruppe sind in der Rupp Holding AG zusammengefasst. Dazu zählen die Privatkäserei Rupp Josef Rupp GmbH, die Rupp Käseexport GmbH, die Rupp Cheese Innovation GmbH sowie die 1992 gegründete Schreiber Int. & Rupp GmbH. Den 60-prozentigen Anteil an der Prager Handelsfirma Alpe International spol.s.r.o. hat Rupp im Frühjahr 2001 an den zweiten Eigentümer Peter Tichy verkauft. Die Holding gehört zu je 25 Prozent Josef J. Rupp, seinem Bruder Ludwig und seiner Schwester Daniela sowie Gertrud Fischli.

Internet: www.rupp.at

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