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Rund 45.000 Schüler treten ab 6. Mai bei Zentralmatura an

Am 6. Mai startet die Zentralmatura 2019.
Am 6. Mai startet die Zentralmatura 2019. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Für rund 45.000 Schüler wird es ab Montag ernst, wenn wieder die Prüfungen der Zentralmatura starten. In diesem Jahr gibt es allerdings einige Änderungen beim Fach Mathematik.
Zentralmatura soll leichter werden
Zahlreiche Fünfer bei Mathe-Matura

Am Montag (6. Mai) startet mit den Klausuren in den Minderheitensprachen Ungarisch, Kroatisch und Slowenisch sowie in Spanisch der Haupttermin der heurigen Zentralmatura. Insgesamt nehmen voraussichtlich rund 45.000 Kandidaten die Prüfungen in Angriff. Änderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es vor allem in der Mathematik an den AHS.

Zentralmatura-Fahrplan für 2019

So sieht der Zentralmatura-Fahrplan aus: Am 7. Mai stehen die Klausuren in Deutsch an, am 8. Mai folgt Mathematik, am 9. Mai Französisch und am 10. Mai Englisch. Abgeschlossen wird am 13. Mai mit Latein und Griechisch sowie am 14. Mai mit Italienisch. Wer mit einem oder mehreren Nicht Genügend beurteilt wird, kann am 28. und 29. Mai zu einer bzw. mehreren mündlichen Kompensationsprüfungen antreten.

Wie viele Maturanten konkret die Prüfungen absolvieren, steht erst nach den Klausurterminen fest. Ein Anhaltspunkt vorab sind die Bestellungen der Angabenhefte im Fach Deutsch, das von fast allen Maturanten (außer an den HTL, wo sie durch Englisch ersetzt werden kann) verpflichtend absolviert werden muss. An den AHS werden 18.600 Deutsch-Aufgabenhefte ausgeliefert, an den BHS 21.900. Dazu kommen noch 4.200 Hefte für die Kandidaten bei der Berufsreifeprüfung.

Größte Änderung bei Mathe-Matura

Die größte Änderung gegenüber dem Vorjahr betrifft die Mathematik-Matura: 2018 waren an den AHS rund 22 Prozent an den schriftlichen Klausuren gescheitert, an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) waren es 19 Prozent. Deshalb sollen heuer die Aufgabenstellungen kürzer und einfacher verständlich werden.

Ganz konkrete Erleichterungen gibt es an den AHS: Dort wird die Zeiteinteilung der aus zwei getrennten Blöcken bestehenden Matura gelockert. Bisher musste der zweistündige Grundlagenteil (24 Punkte) mit einfacheren Aufgaben gelöst und abgegeben werden, anschließend der zweieinhalbstündige zweite Teil mit anspruchsvolleren Aufgaben (ebenfalls 24 Punkte). Nun werden beide Aufgabenteile gleichzeitig zu Beginn ausgeteilt und können die vollen viereinhalb Stunden bearbeitet werden

Weitere Änderung: Im Grundlagenteil können bei bestimmten Aufgaben künftig auch halbe Punkte verteilt werden – bisher gab es nur für die vollständig korrekte Lösung einen vollen Punkt und sonst keinen. Und schließlich wird der Bewertungsschlüssel geändert: Für einen Vierer waren bisher 16 Punkte im Grundlagenteil nötig, wobei im zweiten Teil dafür noch vereinzelt “Bonuspunkte” gesammelt werden konnten. Nun sollen als zweite Möglichkeit auch insgesamt 24 Punkte aus beiden Teilen für ein Genügend ausreichen.

Beurteilung wird komplizierter

Was leichter für die Schüler wird, wird dafür bei der Beurteilung komplizierter: Je nach erreichter Punktezahl im Grundlagenteil gibt es zwei unterschiedliche Notenschlüssel. Wer mindestens 16 Punkte im Grundlagenteil erreicht, bekommt ab 24 Punkten einen Dreier und ab 33 Punkten einen Zweier. Wer im Grundlagenteil dagegen unter 16 Punkten bleibt, allerdings insgesamt auf 24 Punkte kommt, erhält mit 24 Punkten nur einen Vierer, ab 29 Punkten einen Dreier und ab 36 Punkten einen Zweier. Konsequenz: je nach Beurteilungsweg können die einen Schüler etwa mit 25 Punkten ein Befriedigend bekommen, die anderen mit 28 aber nur ein Genügend.

(APA/Red)

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