Rui Costa auf Schlussetappe zu Tour-de-Suisse-Sieg

Mit dem Tagessieg zum Gesamtsieg
Mit dem Tagessieg zum Gesamtsieg
Der Portugiese Rui Costa hat sich seinen großen Angriff auf den Gesamtsieg bei der Tour de Suisse für den Schlusstag aufgehoben und mit dem Gewinn der neunten Etappe diese Rad-Rundfahrt am Sonntag als erster Fahrer zum dritten Mal in Folge gewonnen. Der Weltmeister vom Lampre-Team setzte sich bei der Bergankunft in Saas Fee 14 Sekunden vor Bauke Mollema (NED) und 24 vor Mathias Frank (SUI) durch.


Das reichte dem Schweizer vom heimischen IAM-Rennstall, um sich in der Gesamtwertung vor Mollema (Belkin) Rang zwei zu sichern. 33 bzw. 50 Sekunden Rückstand wiesen die beiden nach den neun Teilstücken auf Costa auf. Zu Beginn des 3,5 km langen Schlussanstiegs hatten sie alle drei noch Chancen auf Gesamtplatz eins. Frank hatte neun Sekunden auf Costa aufzuholen, er lancierte den ersten Angriff. Doch Costa konterte und kam triumphierend solo im Ziel an.

Für Tony Martin blieb nur Gesamtplatz vier. Seit dem Prolog hatte der Deutsche die Tour durch die Schweiz angeführt, doch am Schlusstag reichte es für den Zeitfahrspezialisten nicht mehr. Schließlich fehlten dem Omega-Profi 23 Sekunden auf einen Gesamt-Podestplatz. Es wäre das erste Mal seit 1977 gewesen, dass ein Fahrer das in der ersten Etappe eroberte Leadertrikot bis ganz zum Schluss der Tour de Suisse nicht mehr abgibt.

Costa zeigte sich nach seinem neuerlichen Triumph überglücklich. “Es ist wunderschön, hier erneut zu gewinnen.”, freute sich der 27-Jährige und bedankte sich bei seinen Teamkollegen. Er profitierte auch davon, dass Martin in der Verfolgergruppe komplett auf sich alleine gestellt war. Die Top drei hatten weiter vorne hingegen Unterstützung ihrer “Lakaien”. So wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe auf mehr als zwei Minuten.

Auf den knapp 157 abschließenden Kilometern von Martigny nach Saas Fee wirkte auch Georg Preidler zeitweise an der Spitze mit. Der Steirer büßte im Endeffekt aber 18:09 Minuten ein, was rund drei Viertel seines Gesamtrückstands ausmacht. Der Giant-Profi kam auf Endrang 39. Für seinen Landsmann, den Sprintspezialisten Marco Haller von Katjuscha, blieb nach Tagesrang 118 (+32:39) Gesamtplatz 118. Drei klassierte Fahrer blieben hinter ihm.

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