Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen

Gesundheitsminister Rauch kündigt am Freitag die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht an.
Gesundheitsminister Rauch kündigt am Freitag die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht an. ©pixabay.com
Bereits ab 23. März 2022 soll die FFP2-Maskenpflicht in Österreich wieder eingeführt werden. Das kündigte Gesundheitsminister Johannes Rauch bei einer Pressekonferenz am Freitag an

Neben der Wiedereinführung der FFP2-Maskenpflicht kommt es zu einer Lockerung der Quarantäne-Regeln für an Corona Erkrankte zumindest in Spitälern und Pflegehäusern. Ob bei der FFP2-Maskenpflicht auch die Schulen einbezogen werden, soll noch mit Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) geklärt werden.

FFP2-Maskenpflicht und Lockerung der Corona-Quarantäne angekündigt

Argumentiert wurde das Paket vom Ressortchef im Wesentlichen mit der Überlastung der Mitarbeiter angesichts der hohen Patientenzahlen in den Gesundheitseinrichtungen. Rauch verwies darauf, dass sich die Prognosen seit Beschluss des Lockerungspakets verschlechtert hätten. Auch in den kommenden beiden Wochen würden Infektionszahlen von über 50.000 pro Tag erwartet. Heute wisse man, dass die Lockerungen zu früh gekommen seien.

Gespräche mit Krankenhausbetreibern und den für Pflegeheime zuständigen Soziallandesräten am heutigen Tagen hätten ihn mit Sorge erfüllt. Man sei an der Belastungsgrenze und darüber: "Der Betrieb ist nur noch mit Mühe aufrecht zu erhalten."

Neue Quarantäne-Regeln für Gesundheitsberufe werden noch besprochen

Wie die neuen Quarantäne-Vorschriften aussehen - aktuell kann man sich erst nach fünf Tagen freitesten - wollte Rauch nicht sagen. Das werde noch diskutiert, die Regel müsse epidemiologisch vertretbar sein. Orientieren will er sich an internationalen Beispielen, wie etwa in den USA. Aber unter bestimmten Bedingungen sollen auch noch Erkrankte wieder arbeiten können. Eine Empfehlung sprach der Minister für Home Office aus.

Maskenpflicht wird mim präziser Verordnung festgelegt

Die Maskenpflicht in Innenräumen werde in einer rechtlich sehr präzisen Verordnung festgelegt, versprach Rauch. Sie soll bis Mittwoch vorliegen. Er betonte, dass es sinnvoll sei, überall dort Maske zu tragen, wo es möglich ist - also etwa auch am Arbeitsplatz, egal wo man sich aufhalte. Der Wunsch nach einem strengeren Maskenregulativ sei u.a. aus Salzburg, Vorarlberg, Oberösterreich und Wien gekommen. Eine Empfehlung sprach der Minister für Home Office aus.

Gerry Foitik hat Gecko verlassen

Besprochen wurde die aktuelle Situation auch im Beratungsgremium Gecko, in dem es zuletzt gebrodelt hat. Mehrere Mitglieder überlegten, ihre Funktion niederzulegen, weil sie nicht als Feigenblatt dienen wollten. Letztlich machte nur der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuz Gerry Foitik die Drohung tatsächlich wahr, wie Rauch bestätigte.

Andere, die ebenfalls zu den Unzufriedenen zählten, wie der ehemalige Verteidigungsminister Thomas Starlinger und der Mikrobiologe Andreas Bergthaler bleiben ebenso wie Herwig Ostermann von Gesundheit Österreich GmbH, bei dem ob seiner Funktion ein Rückzug aber ohnehin nie ernsthaft eine Option war. Rauch hat sich eigenen Angaben zu Folge für Unstimmigkeiten entschuldigt.

Foitik selbst begründete seinen Abgang in der "ZiB2" nicht nur mit dem "gelegentlichen" Eindruck, dass Gecko von der Politik instrumentalisiert wurde. Als ersten Grund nannte er, dass er in seiner Rot Kreuz-Funktion an Empathie und Solidarität mit den Schwächsten orientiert sei - aber derzeit "oft nur achselzuckend zur Kenntnis genommen wird", dass wöchentlich rund 200 Menschen an Corona sterben. Zudem sei ihm klar geworden, dass die in Gecko gesteckte Energie "in keinem vernünftigen Verhältnis zur Wirkung stand".

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(APA/Red)

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