Routinier Paolini bei Tour positiv auf Kokain getestet

Ende März hatte der Italiener noch bessere Aussichten
Ende März hatte der Italiener noch bessere Aussichten
Die Tour de France 2015 hat ihren ersten Dopingfall. Der Italiener Luca Paolini wurde positiv auf Kokain getestet. Das gab sein Rennstall Katjuscha, bei dem auch der Österreicher Marco Haller sein Tour-Debüt gibt, am Freitagabend bekannt. Der russische Rennstall schloss Routinier Paolini mit sofortiger Wirkung von der Frankreich-Rundfahrt aus.


Der 38-Jährige lag auf dem 168. Gesamtrang. Paolini hatte in dieser Saison den Klassiker Gent-Wevelgem gewonnen. Der Italiener hat die positive Dopingprobe laut Angaben des Radsport-Weltverbandes (UCI) am Dienstag abgegeben. Er wurde vorübergehend suspendiert, kann aber die Öffnung der B-Probe beantragen. Das gab die UCI am Freitagabend bekannt.

Gemeinsam mit Haller war Paolini bei der Tour einer der wichtigsten Helfer von Katjuschas Sprint-Ass Alexander Kristoff. Dennoch schickte ihn der russische Rennstall in Übereinstimmung mit den Richtlinien des Teams mit sofortiger Wirkung nach Hause.

Paolini ist der erste Dopingfall innerhalb der Tour seit 2012. Damals war der Luxemburger Fränk Schleck positiv auf das Verschleierungsmittel Xipamid getestet worden. Kokain dagegen kommt im Radsport selten als Dopingmittel vor. Das Aufputschmittel gilt nur im Rennen als verbotene Substanz. Der belgische Ex-Weltmeister Tom Boonen war 2008 und 2009 damit erwischt worden.

Sollte Paolini gesperrt werden, droht ihm das Ende seiner Karriere. Mit Ausnahme von Gent-Wevelgem hat der Italiener zuletzt kaum noch große Siege errungen. 2006 gewann er eine Etappe der Vuelta a Espana, 2013 eine des Giro d’Italia. 2004 war Paolini zudem WM-Dritter im Straßenrennen.

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