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Rot-Grün in Wien fordert erneut die Aufnahme von Kindern aus Moria

Die Wiener Stadtregierung übte scharfe Kritik am Bund.
Die Wiener Stadtregierung übte scharfe Kritik am Bund. ©APA/HANS PUNZ
Am Donnerstag hat die rot-grüne Stadtregierung erneut an den Bund appelliert, 100 Kinder aus Moria in Wien aufnehmen zu dürfen. Der Kurs des Bundes bisher wird scharf kritisiert.

Die rot-grüne Stadtregierung hat am Donnerstag ihren Appell an den Bund wiederholt, dass dieser Wien ermöglichen solle, 100 Flüchtlingskinder aus Moria aufzunehmen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bezeichnete es als "beschämend", dass Türkis-Grün hier bisher nichts zustande gebracht habe. Die Wiener Grünen-Chefin Birgit Hebein nahm indes ausschließlich die ÖVP in die Pflicht.

Hebein: Kurz solle der Menschlichkeit nicht im Wege stehen

"Es ist eine Frage der Menschlichkeit, Kinder aufzunehmen. Ich erwarte mir, dass Bundeskanzler Kurz dieser Menschlichkeit nicht im Wege steht", sagte Vizebürgermeisterin Hebein, deren Partei im Bund mit der ÖVP koaliert, am Rande eines Medientermins. Sie sieht einen Zusammenhang zwischen dem strikten Kurs der Volkspartei mit der Wien-Wahl am 11. Oktober: "Dass die türkise Partei hier aus wahltaktischen Gründen agiert und in Richtung FPÖ-Wählern schielt, liegt auf der Hand."

Hebein hofft nun auf internen Druck innerhalb der ÖVP. "Worum ich bitte, ist, dass auch Wählerinnen und Wähler der türkisen Partei sich melden und sagen: Da ist eine Grenze erreicht."

Aufnahme von 100 Kindern laut Ludwig eine "Selbstverständlichkeit"

Ludwig bezeichnete die Bereitschaft zur Aufnahme von 100 Kindern in Wien als "Selbstverständlichkeit". Flüchtlingen aus dem inzwischen zerstörten Camp in Moria zu helfen, sei auch in anderen europäischen Ländern möglich - "auch im Bereich des konservativen Lagers", verwies er auf entsprechende Schritte aus Deutschland. Diese Frage habe auch nichts mit dem Thema der allgemeinen Zuwanderung zu tun. "Es ist besonders beschämend, unterschiedliche Themen in diesem Zusammenhang durcheinander zu würfeln, um eine Ausrede zu haben, in einer konkreten Situation nicht zu helfen", unterstrich der Bürgermeister.

SPÖ, Grüne und NEOS haben bereits vor eineinhalb Wochen im Landtag einen Antrag beschlossen, in dem sich Wien bereit erklärt, 100 Flüchtlingskinder aus Moria aufzunehmen. Ludwig bekräftigte heute, dass die Stadt dies nicht tun könne, wenn der Bund nicht die entsprechenden Voraussetzungen schaffe.

(APA/Red)

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