Rolltreppensturz: Wiener Linien überlegen bauliche Maßnahmen

Nach dem schrecklichen Unfall am Neujahrstag, als ein 10-Jähriger auf dem Wiener Westbahnhof von einer Rolltreppe gestürzt war, überlegen die Wiener Linien nun die Entschärfung der Gefahrenstelle.

Die Wiener Linien überlegen bauliche Maßnahmen für jene Rolltreppe am Westbahnhof, von der am gestrigen Donnerstag ein zehnjähriger Bub gestürzt war. Laut einem Sprecher könnte der betreffende Lichtschacht abgedeckt werden – etwa mit einem Netz, einem Gitter oder einer Platte. Eine konkrete Entscheidung gibt es darüber aber noch nicht, zunächst wird die Unfallstelle begutachtet. Der Schüler wurde bei dem Unglück schwer verletzt.

Laut Polizei war das Kind am Neujahrstag um 8.30 Uhr im Bereich des Ausgangs zur äußeren Mariahilfer Straße in den Schacht gestürzt. Er hatte sich auf den Handlauf der Rolltreppe gesetzt, seine Mutter konnte den Sturz nicht mehr verhindern. An der selben Stelle hatte sich bereits im November ein Unfall ereignet, damals war ein 20-Jähriger über das Geländer gerutscht.

“Man wird sich jetzt was überlegen, was man in dem Bereich tun kann”, hieß es vonseiten der Wiener Linien. Entscheiden werden darüber in den nächsten Tagen die Bautechniker.

Derartige Vorfälle sind laut dem Unternehmens-Sprecher “völlig außerhalb der Norm” und würden nur selten vorkommen. Wenn etwas auf einer U-Bahn-Rolltreppe passiere, seien das meist kleinere Zwischenfälle – etwa dass Fahrgäste stolpern.

Vorbericht:15 Meter-Sturz von Rolltreppe

Problematisch sei, dass tragische Unglücke wie jenes am Donnerstag auch eine Anregung für Mutproben geben könnten: “Ich hoffe, dass jetzt nicht manche auf dumme Ideen kommen.”

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