Rodungen ums Happelstadion

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Rund um das Ernst Happel Stadion im Wiener Prater sind Samstagfrüh die Baumrodungen wieder aufgenommen worden.

Umweltsprecher Rüdiger Maresch sprach gegenüber der APA von einer „Schweinerei“ und einem „Vertrauensbruch“. Die Grünen hatten am Donnerstag die Fällungen durch eine Menschenkette verhindert.

Auch am Samstag wollte man versuchen, das Schlimmste noch zu verhindern, so Maresch. Die Fällung von 46 Bäumen ist laut Stadt Wien notwendig, weil gemäß den UEFA-Vorgaben um das Happel-Stadion ein “Sicherheitsring” für die Fußball-Europameisterschaft 2008 geschaffen werden soll – oder auch muss. Die Grünen sehen das anders und fühlen sich nun durch ein Schreiben der UEFA bestätigt.

Entscheidung fällt in Wien

„Ob Bäume gefällt werden oder nicht, liegt aber nicht im Entscheidungsbereich der UEFA bzw. ihrer Tochtergesellschaft Euro 2008 SA“, heißt es in dem der APA vorliegenden, am 1. November 2006 an Maresch gesendeten Brief: „Darüber haben die zuständigen Behörden in Wien zu entscheiden.“

Sehr wohl wird aber auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen für das sportliche Großereignis hingewiesen, das vom Platzbedarf her nicht mit früheren Veranstaltungen vergleichbar sei.

Rodung noch rasch vor Gesprächstermin

Für Maresch ist damit jedenfalls klar, dass die Stadt Wien und speziell die SP-Stadträtinnen Grete Laska (Sport) und Ulli Sima (Umwelt) die Verantwortung für die Rodungen tragen. Wütend ist er auch auf Sportamtsleiterin Sandra Hofmann. Sie schaffe vollendete Tatsachen, obwohl man für die kommenden Tage noch einen Gesprächstermin vereinbart habe. „Das ist ein klassischer Vertrauensbruch“, betonte Maresch.

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