"Riesentöter" Rieds nächstes Opfer: Austria Wien

Die Rieder besiegten den bisherigen Tabellenführer hochverdient mit 3:1 und feierten damit den ersten Sieg gegen die Wiener seit 17. Mai 2007.

Nacho (21.) und Burgstaller (55.) jeweils per Kopf sowie Salihi (84.) sorgten für eine 3:0-Führung der Innviertler, Bazina gelang aus einem Freistoß nur noch Ergebniskosmetik (86.). Die auf ganzer Linie enttäuschende Austria, die zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten holte, vergab die Chance, Red Bull Salzburg nach einem Tag wieder an der Spitze abzulösen.

In der Vorwoche feierte die Austria einen klaren 5:0-Erfolg gegen den LASK, gegen den nächsten Oberösterreicher-Club allerdings war von der damaligen Stärke nichts mehr zu sehen. Langsam im Spielaufbau, fanden die Austrianer keine Mittel gegen die gute Rieder Defensivarbeit. Ein einziges Mal wurden die Violetten in der ersten Hälfte gefährlich, als Okotie mit seinem Schuss an Torhüter Gebauer scheiterte (36.).

Da lagen die Heimischen, die mehrmals gefährlich im Strafraum auftauchten, längst hoch verdient in Führung. Nach einer Berger-Flanke setzte sich Nacho im Kopfballduell mit Suttner durch und traf zum 1:0 (21.).

Nach der Pause hatte die Austria durch Bazina die erste Chance (47.), ehe Ried zum zweiten Mal zuschlug. Diesmal setzte sich nach einer Freistoß-Flanke Burgstaller gegen Madl durch und bezwang Torhüter Safar zum 2:0 (55.). Nacho mit einer Doppelchance (62.) und Lexa (66.) hatten Chancen, gleich nachzusetzen, die endgültige Entscheidung gelang aber erst dem eingewechselten Salihi in der 84. Minute.

Postwendend gelang Bazina aus einem Freistoß aus 20 m das 1:3, der Rieder Sieg war aber ungefährdet. Die Mannschaft von Paul Gludovatz setzte damit die stolze Heimserie fort, ist weiter seit 25. April (0:1 gegen Rapid) oder sieben Spielen zu Hause ohne Niederlage (5 Siege, 2 Remis).


Paul Gludovatz (Ried-Trainer): “Gegen so spielstarke Teams wie Austria und Rapid kaum gute Chance zuzulassen, das ist auch eine Leistung. Wir schauen auf unsere Qualitäten, die liegen absolut in der Defensive.”

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): “Wir haben nicht aggressiv genug angefangen, weil wir das Spiel zu sehr kontrollieren wollten. Mit dem Gegentreffer hat Ried dann die Räume noch enger gemacht und gut gekontert. Dann war es ganz schwierig, zum Schluss haben wir hopp-oder-drop gespielt, das ist nicht aufgegangen. Ried steht immer sehr tief, lauert auf Fehler, wir haben diese Fehler heute im Spielaufbau gemacht. Bei den Toren haben wir uns auch nicht unbedingt geschickt angestellt.”


SV Josko Ried – FK Austria Wien 3:1 (1:0)
Ried, Fill Metallbau-Stadion, 4.500, SR Rene Eisner

Tor: 1:0 (21.) Nacho, 2:0 (55.) Burgstaller, 3:0 (84.) Salihi, 3:1 (86.) Bazina (Freistoß)

Ried: Gebauer – Stocklasa, Glasner, Burgstaller, Ulmer – Lexa, Brenner, Mader (86. Kovacevic), Drechsel (79. Salihi), D. Berger – Nacho (90. Strak)
Austria: Safar – Standfest, Bak, Schiemer, Suttner (75. Diabang) – Krammer (46. Sulimani), Madl (58. Topic), Blanchard, Acimovic – Bazina, Okotie
Gelbe Karten: Gebauer, Mader, Brenner bzw. Blanchard, Sulimani
Die Besten: Ulmer, Lexa, Nacho, Burgstaller bzw. Blanchard, Standfest

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