Riesch vor Vonn und Görgl in Lake-Louise-Abfahrt

Die Gewinnerin der letzten Abfahrt des vergangene Winters ist auch in der ersten der neuen Saison ganz oben auf dem Podest gestanden. Maria Riesch feierte in Lake Louise ihren insgesamt 15. Weltcup-Erfolg, den fünften in dieser Disziplin.
Bilder vom Rennen

Die Deutsche verwies Lokalmatadorin Lindsey Vonn auf Platz zwei (0,12 Sekunden zurück), Dritte wurde die Steirerin Elisabeth Görgl (0,21). Für die ÖSV-Damen war es der erste Abfahrts-Podestplatz seit dem dritten Rang von Renate Götschl am 11. März 2009 in Aare.

Vonn hat siebenmal in Lake Louise gewonnen, am Freitag musste sie auf dem von ihr so geliebten Berg allerdings ihrer Freundin knapp den Vortritt lassen. Beide freuten sich aber – und das gleich doppelt. Für sich und für ihre Partner, feierten die Männer doch am Renntag Geburtstag. Vonn-Ehemann Thomas hatte zum zweiten Platz von seiner Liebsten einen Skischuh-Wärmer geschenkt bekommen, Riesch-Verlobter Marcus zum Sieg eine schicke Sonnenbrille von seiner Zukünftigen.

“Lindsey ist hier eigentlich immer eine Klasse für sich, aber auch ich hatte gute Ergebnisse. Ich wusste, bei mir muss alles passen, wenn ich sie schlagen will. Ich bin stolz und freue mich”, sagte die 26-jährige Riesch, die ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute. “Ich kann mich schon freuen, wenn man auf das Podest kommt, ist das immer ein erfolgreicher Tag. Außerdem hat Thomas heute Geburtstag”, meinte die zweitplatzierte Vonn, die im Training geblufft hatte.

Für die Österreicherinnen war eine lange Durststrecke zu Ende gegangen. Nachdem es in der Olympia-Saison zu keinem einzigen Podestrang gereicht hatte, klappte es im WM-Winter gleich im ersten Rennen. “Ich habe mich auf die Fahrt konzentriert und alles sehr gut umgesetzt. Ich freue mich, dass es für das Stockerl gereicht hat”, erzählte Görgl, die sich mit der schlechten rot-weiß-roten Bilanz in der Abfahrt nicht beschäftigt hatte. “Ich habe mich auf mich konzentriert, was ich zu verbessern habe. Ich bin auf einem sehr guten Weg.”

Das ist auch Anna Fenninger, die ihre Trainingsleistungen bestätigte, als Fünfte (1,19) ihr bestes Abfahrtsergebnis erreichte und dementsprechend zufrieden war. Einen “blöden Fehler” machte hingegen Andrea Fischbacher (“Ich habe eine Welle übersehen und war mit dem Schwerpunkt ein bisserl weit hinten”) und musste mit Rang zehn (1,79) vorlieb nehmen. Auf dem Ergebnis mit drei Österreicherinnen in den Top-Ten lässt sich aber aufbauen. Am Samstag steht in Lake Louise eine weitere Abfahrt auf dem Programm, am Sonntag ein Super-G.

Endstand:
1. Maria Riesch GER 1:28,96
2. Lindsey Vonn USA 1:29,08
3. Elisabeth Görgl AUT 1:29,17
4. Julia Mancuso USA 1:29,95
5. Anna Fenninger AUT 1:30,15
6. Anja Pärson SWE 1:30,38
7. Marion Rolland FRA 1:30,52
. Daniela Merighetti ITA 1:30,52
9. Fabienne Suter SUI 1:30,70
10. Andrea Fischbacher AUT 1:30,75
11. Alice McKennis USA 1:30,76
12. Elena Fanchini ITA 1:30,79
13. Francesca Marsaglia ITA 1:30,84
14. Marianne Abderhalden SUI 1:30,89
15. Dominique Gisin SUI 1:30,94
16. Ingrid Jacquemod FRA 1:30,95
17. Marusa Ferk SLO 1:30,98
18. Gina Stechert GER 1:31,16
19. Marie Marchand-Arvier FRA 1:31,18
20. Leanne Smith USA 1:31,23
21. Tina Maze SLO 1:31,24
22. Lauren Ross USA 1:31,29
23. Nadja Kamer SUI 1:31,33
24. Stacey Cook USA 1:31,39
25. Andrea Dettling SUI 1:31,34
26. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:31,47
27. Chelsea Marshall USA 1:31,48
28. Christina Staudinger AUT 1:31,53
. Lara Gut SUI 1:31,53
30. Jessica Lindell-Vicarby SWE 1:31,55
Weiters:
33. Nicole Schmidhofer AUT 1:31,72
37. Regina Mader AUT 1:31,88
40. Stefanie Moser AUT 1:32,05
43. Margret Altacher AUT 1:32,47
48. Mariella Voglreiter AUT 1:32,84
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