Ried startet mit souveränem 3:0-Heimsieg

Die SV Ried startete mit einem deutlichen 3:0-Heimsieg gegen den SCR Altach in die diesjährige tipp3-Bundesliga.

Die Oberösterreicher durften damit zum ersten Mal seit dem 1. März wieder drei Punkte bejubeln – wie damals daheim gegen Altach (3:1). Die Vorarlberger blieben zum elften Mal in Folge auswärts ohne Sieg. In dem im Vorfeld als “Abstiegsduell” betitelten Spiel setzte die Elf von Interimscoach Gerhard Schweitzer jedenfalls ein klares Zeichen und sich hinter Salzburg auf Platz zwei.

Altach fand die erste Chance des Spiels vor, Jagne schoss nach einer Flanke aus fünf Metern über Gebauers Kasten (7.). Doch danach nahmen die Hausherren das Heft in die Hand. Toth blieb bei einer Doppelchance erfolglos: Erst drehte er den Ball haarscharf am linken Kreuzeck vorbei (13.), kurz darauf ging sein Volley von der Strafraumgrenze nach Ablage von Salihi nur knapp über das Tor (15.).

Gegen Mitte der ersten Hälfte trug die Überlegenheit der Oberösterreicher Früchte. Brenner wurde von Lexa auf der rechten Seite geschickt, seine Flanke geriet jedoch zum Schuss. Krassnitzer reagierte verspätet und der Ball landete via Innenstange im Tor (25.). Weder Rieder noch Altacher taten danach viel für das Spiel, folgerichtig gingen die Mannschaften mit 1:0 in die Kabinen.

Die Rieder starteten jedoch stark in die zweiten 45 Minuten und machten schnell alles klar. Toths Stanglpass von links passierte Freund und Feind, Neuzugang Lexa traf völlig frei stehend in der rechten Strafraumhälfte zum 2:0 (48.) – ein Einstand nach Maß. Nach einem Brenner-Eckball von links zog Drechsel von der Strafraumgrenze volley ab, doch nach Krassnitzers kurzer Abwehr war Salihi mit dem Abstauber zum 3:0 zur Stelle (55.).

Mit Ausnahme eines Kopfballs von Konrad (65.), der über das Rieder Tor ging, blieben die Gäste weiterhin harmlos. Die “Wikinger” aus Ried durften somit nach 90 Minuten über ihren ersten Auftaktsieg seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga 2005 jubeln.


Gerhard Schweitzer (Interimstrainer Ried): “Wir hatten letzte Woche nach Georg Zellhofers Abschied einen kurzen Schock. Wir haben uns dann zusammengesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass wir die Antwort auf dem Platz geben müssen. Trotz der medialen Unruhe habe ich mit Georg Zellhoer eine perfekte Vorbereitung durchgezogen.” (zur Präsentation des neuen Coachs am Donnerstag:) “Ich und Paul Gludovatz haben vier Jahre beim ÖFB gut zusammengearbeitet. Wenn er morgen zu uns kommen sollte, dann passt das.”

Heinz Fuchsbichler (Trainer Altach): “Wir waren einfach zu nervös, haben fast keinen Ball nach vorne halten können. Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau und Ried dadurch stark gemacht. Nach dem 1:0 war Ried Herr auf dem Platz und hat besser kombiniert. Mir ist das Ergebnis schleierhaft, weil wir den Gegner genau analysiert haben. Wenn man aber so viele Fehler macht, ist es schwierig, ein Spiel offen zu halten. Spieler wie Roland Kirchler wachsen nicht auf den Bäumen und sind für uns schwer zu kriegen. Jetzt gibt es eben andere Spieler, die in seine Rolle schlüpfen müssen, aber sicher nicht mit der heutigen Leistung.”

Stefan Lexa (Mittelfeldspieler Ried, schoss bei seinem Debüt in Österreichs höchster Liga gleich ein Tor): “Die Heimatluft hat heute geschmeckt, gottseidank sind auch die Tore gefallen. Wenn ich länger in Österreich bin, kommt mein Kärntner Dialekt sicher auch wieder – aber sag’ ma mal, ich bin eher a Bayer.” (zum Abschied von Georg Zellhofer kurz vor Ligastart:) “Ich habe das zwar noch nie erlebt, dass ein Trainer in der Woche des ersten Punktspiels geht, aber mit Gerhard Schweitzer haben wir auch einen guten Coach. Ich glaube, das heute war eher eine Trotzreaktion. Davon, wer neuer Trainer werden soll, haben wir Spieler noch nichts gehört.”


SV Josko Fenster Ried – Cashpoint SCR Altach 3:0 (1:0)
Ried, Fill-Metallbau Stadion, 5.300 (richtig), SR Lechner.

Torfolge: 1:0 (27.) Brenner 2:0 (49.) Lexa 3:0 (56.) Salihi

Ried: Gebauer – Brenner, Glasner, Burgstaller, Ulmer – Lexa (83. Hofer), Drechsel (89. Illibauer), Toth (78. Bammer), Kovacevic, Kujabi – Salihi

Altach: Krassnitzer – Mimm, Stückler, Kling, Rajic – Sereinig – Karatay (58. Ribeiro), Guem, Konrad – Jagne (71. Mayer), Mattle (58. Vishaj)

Gelbe Karten: Kovacevic, Drechsel, Glasner, Toth, Ulmer bzw. Mimm, Rajic, Vishaj
Die Besten: Toth, Ulmer, Kujabi bzw. Guem

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