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Richtiger Exportschlager

Zu einem richtigen Exportschlager hat sich im abgelaufenen Jahr der Spitzenstrom der Vorarlberger Illwerke entwickelt.

Der Konzern der Vorarlberger Illwerke AG, zu dem
unter anderem auch die Vorarlberer Kraftwerke AG (VKW) und die
Abfallfirma Häusle gehören, ist mit dem Ergebnis des zweiten
gemeinsamen Geschäftsjahres zufrieden. „Illwerke und VKW kamen 2002
mit den neuen Rahmenbedingungen in der Elektrizitätswirtschaft gut
zurecht. Unsere intensive Vorbereitung auf den liberalisierten Markt
kommt uns heute zugute“, sagte Illwerke-Vorstand Ludwig Summer am
Montag bei der Präsentation de Konzernabschlusses 2002 vor
Journalisten in Bregenz.

Die Umsatzerlöse stiegen von 2001 auf 2002 um 38 Mio. Euro auf 398
Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)
fiel mit 37 Mio. Euro 2002 im Vergleich zum Vorjahr (62 Mio. Euro)
deutlich geringer aus. Dies sei auf Teilwertabschreibungen zweier
VKW-Kraftwerke in der Höhe von 22,5 Mio. Euro zurückzuführen, so
Summer. Die Gewinnausschüttung des Konzerns an das Land Vorarlberg
beträgt auch 2002 wieder rund 17,2 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2002 haben die Illwerke ihre Marktposition als
Erzeuger von Regel- und Spitzenenergie weiter gefestigt. „Die
Nachfrage nach Regel- und Spitzenenergie vor allem aus Deutschland
erhöht sich derzeit von Monat zu Monat“, freute sich Summer. Auf
Basis der langfristigen Partnerschaft mit der deutschen Energie
Baden-Württemberg (EnBW) profitieren die Illwerke auch weiterhin von
der zunehmenden Bedeutung der Windenergie in Deutschland. Derzeit
seien in Deutschland bereits mehr als 12.000 Megawatt Windenergie
installiert. „Bis 2010 soll sich diese Zahl verdoppeln, bis 2020
vervierfachen“, berichtete Summer.

Windkraft stehe aber nicht kontinuierlich zur Verfügung, zum
Ausgleich – vor allem in den Spitzenzeiten – sei kurzfristig
verfügbare Regelenergie notwendig. Diese können die schnellverügbaren
Spitzenkraftwerke der Illwerke zur Verfügung stellen, erläuterte
Summer. „Damit haben wir in Zentraleuropa eine nahezu singuläre
Stellung“, sagte der Illwerke-Vorstand. Die Illwerke seien heute als
einziges Unternehmen in der Lage, alle vier deutschen
Regelzonenführer E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall gleichzeitig mit
Primärregelung zu versorgen.

Die Entwicklung der Windenergie in Deutschland hatte die Illwerke
gemeinsam mit der EnBW bereits Anfang 2003 dazu bewogen einen
Vorvertrag über den Neubau des Wasserkraftwerkes Kops II in der
Gemeinde Gaschurn im hinteren Montafon zu unterzeichnen. Die Berichte
aller Sachverständigen und öffentlichen Bediensteten lägen nun vor,
berichtete Summer. „KO-Kriterien scheint es bisher nicht zu geben“,
so Summer. Man rechne daher mit dem Beginn der
Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im September. Laufe alles gut,
könne im September 2004 bereits mit dem Bau des 300 Mio. Euro teuren
Kraftwerkes begonnen werden.


VKW erhöht Strompreise im Oktober

Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) musste 2002, wie berichtet,
trotz Rekord-Stromumsatz von 3.752 Millionen Kilowattstunden einen
Einbruch des Betriebsergebnisses um rund 30 Mio. Euro auf 1,4 Mio.
Euro hinnehmen. Auf Grund der jährlich steigenden Großhandelspreise
für elektrische Energie sehe sich die VKW gezwungen, ihre Preise ab
Oktober den Verhältnissen anzupassen, kündigte VKW-Vorstandsdirektor
Leo Wagner heute, Montag, vor Journalisten in Bregenz an. Mit den zu
erwartenden Korrekturen der Stromnetztarife – ebenfalls im Oktober –
bedeute dies aber für den Endkunden nur eine sehr geringe
Mehrbelastung.

Aus der Environment Technology Umwelttechnik GmbH (Entec), an der
die VKW mit 51 Prozent beteiligt war, hat sich die Vorarlberger
Illwerke AG 2002 zurückgezogen. Grund dafür war der Einbruch des
Marktes – Entec ist in der Vergärung von biogenen Gasen tätig –
durch Tierseuchen wie BSE und eine Änderung der
Förderungsrichtlinien.

Die administrative Zusammenlegung der Illwerke und der VKW sei
2002 ebenfalls bereits weiter fortgeschritten, bestätigten Summer und
Wagner. Die Übersiedlung der Illwerke-Hauptverwaltung an den Standort
der VKW könnte 2004 realisiert werden. 2002 seien bereits die
Rechenzentren beider Unternehmen in der VKW-Hauptverwaltung
zusammengeführt worden.

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