"Richtige Antwort auf Mutationen": Anschober vertraut auf FFP2-Masken

Anschober bleibt ein Verfechter der FFP2-Maske.
Anschober bleibt ein Verfechter der FFP2-Maske. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Obwohl FFP2-Masken laut der EU-Gesundheitsbehörde nur einen "sehr geringen" Mehrwert für die Gesellschaft haben, verteidigt Rudolf Anschober die aktuell geltende Maskenpflicht.
FFP2-Masken haben kaum Mehrwert

"Ich bin ein ganz entschiedener Verfechter der FFP2-Maske." Das bekräftigte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Am Vortag hatte die EU-Gesundheitsagentur ECDC FFP2-Atemschutzmasken nur einen "sehr geringen" Mehrwert für die Gesellschaft attestiert. Anschober betonte, dass "gerade in der jetzigen Situation mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko die FFP2-Maske besonders wichtig ist".

FFP2-Maskenpflicht in Österreich für Anschober sinnvoll

In Österreich müssen FFP2-Masken im Handel getragen werden, ab Montag unter anderem auch beim Besuch körpernaher Dienstleister wie Friseure. Mit vielen Fachexperten habe man das durchdiskutiert und deren einhellige Unterstützung bekommen, sagte Anschober. Er erinnerte daran, dass es auch im Frühjahr bei der Einführung des Mund-Nasenschutzes "zwei, drei Wochen" Diskussionen um die Sinnhaftigkeit gegeben habe. Von der Fachwelt sei der Mund-Nasenschutz dagegen einheitlich begrüßt worden.

Eine ähnliche Entwicklung erwartet sich Anschober nun auch bei der FFP2-Maske. Die Verdoppelung des Mindestabstandes auf zwei Meter und die Tragepflicht der FFP2-Maske "sind die richtigen Antworten auf die Mutationen", sagte der Gesundheitsminister.

"Sputnik"-Zulassung in der EU diskutiert

Nachdem Studien dem russischen Impfstoff "Sputnik" eine hohe Wirksamkeit bescheinigt haben, wird auch über eine mögliche Zulassung in der EU diskutiert. "Mir persönlich ist der Name eines Impfstoffes völlig gleich. Es kommt immer auf die Qualität an", sagte dazu der Gesundheitsminister. Diese wird in der EU von der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) überprüft - auch im Falle eines Zulassungsantrags von Sputnik. Anschober erwartet den nächsten Antrag vom US-Konzerns Johnson & Johnson.

(APA/Red)

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