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Richtfeier für die Bregenzer Seebühne: Aida

Bregenz - Drei Monate vor der Eröffnung der 64. Bregenzer Festspiele ist am Donnerstag auf der Seebühne das Richtfest für das "Aida"-Bühnenbild gefeiert worden. Das Richtfest | Die Umbauarbeiten    | David Pountney und Gerd Alfons zum Aida-Bühnenbild

“Endgültiges” gab es dabei aber nicht zu sehen – die Kulisse für Giuseppe Verdis monumentale Oper, die heuer und im nächsten Jahr als Spiel auf dem See aufgeführt wird, wird nämlich mit Hilfe von zwei Baukränen erst während der Aufführung und vor den Augen der Zuschauer allabendlich zusammengebaut.

Optisch beeindruckende, in die heutige Zeit eingebettete und mit technischen Raffinessen überzeugende Bühnenbilder sind Bestandteil des Erfolgskonzepts der Bregenzer Festspiele. Bei der Versetzung von Verdis “Wüstenoper” ans Bodenseeufer sorgt eine erst während der Darbietung entstehende Kulisse für eine neue Art der Inszenierung.

Da Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown den Bodensee als integralen Bestandteil der Inszenierung nutzen wollen, wird es neben Schiffen und Plattformen auch im Wasser liegende Auftrittsorte für Sänger, Choristen und Statisten geben. Zwei Baukräne – einer davon 68 Meter hoch – werden Teile der Kulisse aus dem “Schwäbischen Meer” in die Höhe heben und das Bühnenbild zusammenfügen.

Bereits auf der Bühne zu sehen sind zwei riesige blaue Füße als nur eines von vielen Fragmenten einer Statue. “Fragmente, die vielleicht für sich noch etwas aussagen, von denen aber niemand mehr genau weiß, was sie in ihrer Gesamtheit einmal bedeutet haben”, erklärte Brown. Ebenfalls seinen Platz in der Kulisse hat ein rot-goldener Elefant: Der gegenüber seinen tierischen Vorbildern etwa viermal so große Dickhäuter werde einen eindrucksvollen Auftritt während des wohl bekanntesten “Aida”-Stücks, des Triumphmarschs, haben, erklärten die Verantwortlichen.

Teile der Seebühne werden der Freiheitsstatue gleichen, mit der die für die Kranführer heikelste Mission verbunden ist. Es müssen nämlich während der Aufführung zwei Maskenhälften in Form des Gesichts der Freiheitsstatue zusammengesetzt werden.

Brown ließ sich beim “Aida”-Bühnenbild vom Gedicht “Ozymandias” inspirieren, in dem ein Pharao in der Wüste eine riesige Statue bauen lässt, die im Lauf der Zeit aber von den Kräften der Natur zerstört wird. Übrig bleiben “zwei mächt’ge Beine” und “nahebei, zerschlagen, ruht das Gesicht im Sand”. “Dies erschien mir als passendes Bild für eine Oper, in der der Wille einer machtvollen Dynastie der Freiheit des Einzelnen gegenübergestellt wird, und in deren Zentrum der Konflikt zwischen öffentlichem Prunk und individuellem Sehnen steht”, sagte der Bühnenbildner. Die zerbrochene Statue spiegle den Widerspruch zwischen Mensch und Natur.

“Indem wir ihr eine Ähnlichkeit mit der Freiheitsstatue verliehen haben, ist sie aber auch eine Anspielung auf die Freiheit als Gefängnis”, so Brown. Der Kopf der Statue auf der Seebühne könnte der Freiheitsstatue gehören, “die Füße aber gehören Ozymandias”, erläuterte der Brite.

Die Bregenzer Festspiele werden heuer am 22. Juli eröffnet und dauern bis 23. August. Neben Verdis “Aida” als Spiel auf dem See kommt als Oper im Festspielhaus “König Roger” von Karol Szymanowski zur Aufführung. Die dreiteilige Operetten-Reihe im Festspielhaus widmet sich in diesem Jahr – unter anderem mit Dmitri Schostakowitschs “Paradies Moskau” – ganz der Gesellschaftssatire.

David Pountney und Gerd Alfons zum Aida-Bühnenbild

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