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Rettungseinsatz im Wiener Donauzentrum von Jugendlichen gestört

Rollstuhlrampe und Zufahrt wurden behindert - Patient verstarb später im Krankenhaus
Rollstuhlrampe und Zufahrt wurden behindert - Patient verstarb später im Krankenhaus ©APA/HANS KLAUS TECHT
Mehrere Jugendliche sollen am Donnerstag einen Einsatz der Wiener Berufsrettung gestört haben, als diese zum Wiener Donauzentrum in der Donaustadt fahren wollte, um einen Mann zu reanimieren.

Wie die Polizei am Samstag berichtete, sollen sich "Schaulustige" vor das Rettungsfahrzeug gestellt und Sanitäter bei der Rollstuhlrampe behindert haben. Der Patient verstarb später in einem Spital.

Wiener Berufsrettung wollte Mann im Donauzentrum reanimieren

Es war gegen 15.00 Uhr, als die Rettung einen Mann wiederbeleben wollte, der zuvor in dem Einkaufszentrum zusammengebrochen war. Ein Sprecher der Berufsrettung gab an, dass der etwa 60-jährige Mann bewusstlos vorgefunden wurde, Zeugen hatten bereits mit der Reanimation begonnen, als die Rettung eintraf und die Wiederbelebungsmaßnahmen fortsetzte.

Auch die Polizei wurde zu dem Einsatz im Bereich einer Garageneinfahrt gerufen, denn dort sorgte bereits ein Securitymitarbeiter dafür, "Schaulustige" auf Abstand zu halten, während die Rettungskräfte die notfallmedizinische Erstversorgung des Patienten durchführten. Der Mitarbeiter der Security schilderte gegenüber der Exekutive, dass die Jugendlichen offenbar absichtlich "mit verschränkten Armen" vor dem Rettungsfahrzeug stehen geblieben waren und so die Zufahrt zu behindert hätten.

Auch die Rollstuhlrampe wurde von Jugendlichen verstellt

Auch die Rollstuhlrampe sei von den Jugendlichen verstellt worden, als die Rettungskräfte die fahrbare Trage über diese manövrieren wollten. Der Lenker des Rettungsfahrzeuges bestätigte diese Aussagen ebenfalls. Die besagten Jugendlichen waren auch beim Eintreffen der Polizei noch an Ort und Stelle und wurden von dieser zur Identitätsfeststellung angehalten. Die vier Personen im Alter von 16 bis 18 Jahren bestritten jegliche Vorwürfe, sie wurden angezeigt.

Ein 16-jähriger bosnischer Staatsangehörige wurde hingegen festgenommen, da eine aufrechte Festnahmeanordnung gegen ihn bestand. Er wurde in eine Justizanstalt eingeliefert. Gegen die Jugendlichen werden Ermittlungen eingeleitet, zudem wurde Videomaterial vom Einkaufszentrum angefordert, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber der APA. Nach den Reanimationsmaßnahmen wurde der Mann in ein Wiener Gemeindespital gebracht, eine Sprecherin des KAV berichtete der APA, dass der Patient dort wenige Stunden später verstorben war.

(APA/Red)

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